Live Screeny

22. Dezember 2015
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ATTiX Tracks 2.0

Da ich mich gern im „Komponieren“ von elektronischer Musik versuche, werde ich hier hin und wieder Tracks posten, bei denen ich mal zum Abschluss gekommen bin. Die Liste wird also stetig wachsen. Ich versuche dabei nicht unfehlbar zu sein, oder gar  Weiterlesen →

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19. November 2016
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ATTiX – Ebbe und Flut

Die Nummer liegt schon etwas zurück und ich vergesse sogar des Öfteren, dass ich sie mal gebaut habe. Eigtl. schade, da das Stück recht gut geworden ist. Ich hatte das Thema Strand als Frame gesetzt und dann so Sounds dazu gebaut. Die Vocal Samples stammen allerdings nicht von mir persönlich.

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13. November 2016
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Studio 53

Rückblick

Mein erstes (Kinder-)Zimmer habe ich mir mit meinem Bruder teilen müssen. Später mit 12 bekam ich eines für mich allein. Wir wohnten damals Platte und ich ergattert ein sogenanntes Bodenzimmer, entkoppelt von der elterlichen Wohnung, direkt unterm Dach. Als Kind schätzte ich das gar nicht so sehr, denn ein Refugium hatte ich anfangs nicht wirklich nötig und meistens war man ja mit den Spielekumpels eh auf Achse.

Noch später, als meine Familie in ein Haus umzog, hatte ich bereits eine Etage für mich und das bedeutete schon was. Hatte es doch 50% des Sexappeals einer eigenen Wohnung. Während ich mit meinen musikalischen Emissionen aus dem Bodenzimmer ständig Konflikte mit der Nachbarschaft erzeugte, war ich wesentlich ungebundener im elterlichen Haus, was den Lärmpegel betraf. Freiheit! Doch diese endete leider abrupt beim Bezug der ersten eigenen Wohnung (dadurch entstand meine jahrelange Leidenschaft für hochwertige Kopfhörer) und begann erst wieder sich in den eigenen vier Wänden zu entfalten.

Am Schönsten entfaltet sich das aber in einem adäquaten Raum. Nicht nur, dass ich meine Familie nicht nerven will, (teilweise frickel ich ja ewig an einem Sound und das kann ein Aussenstehender nur schwer begreifen/ertragen was er da hört) auch ist die empfindliche Technik vor allzu unbedachten Kinderhänden geschützt. Ich erinnere mich noch schmerzlich an meine 135€ Ortofon Blue Nadel. Meine süße Tochter nutzte eines schönen Tages die Gelegenheit meiner kurzen Abwesenheit und entschied, dass sie auch mal eine Schallplatte auflegen kann, bis der Papa zurück ist. Leider fehlt bei einem dreijährigen Kind dann doch die Feinmotorik für solch grazile Technik. Ende vom Lied: Platte war noch heil, aber Nadelsystem schrott.

 

Status Quo

Nun, mittlerweile brauche und schätze ich ein Refugium für mich allein. Ein Zimmer für Erwachsene, mit einer eindeutigen Nutzungsrichtung. Nein, kein Bumszimmer für Orgien – eher eines mit musikalischer Orientierung. Anfang des Jahres fing nun der Ausbau unserer Kelleretage an und somit auch der für mein geplantes Studio. Viel Zeit, Schweiß und Geld hat es gebraucht, aaabeeer nun ist es fertig und ich freue mich sehr darüber.

Anfänglich war die Freude allerdings stark getrübt. Ich habe die Technik hier unten aufgebaut, den ersten Hörtest gestartet und bin vor Enttäuschung aus allen Erwartungswolken gefallen. Was für ein beschissener Sound hier im Studio. Ein Bassgedröhne der fiesesten Sorte, oder wie Fynn Kliemann, der Heimwerkerking, in seinem äußerst kurzweiligen Studiobau-Video bemerkte: Bassflatulenzen. Das konnte so auf keinen Fall bleiben. Also erstmal das Internet bemüht und erkundigt, was das ist und was man dagegen machen kann. Es sollte sich herausstellen, dass das Bassgewummer sogenannte Raummoden sind. Als Raummoden werden Schwingungsknoten oder Schwingungsbäuche stehender Schallwellen im Raum bezeichnet. Da gibt es online Rechenprogramme dafür. Da trägt man die Dimensionen des zu berechneten Raumes ein und erhält eine Übersicht der auftretenden Moden. Eine ganz üble hatte/habe ich bei 31Hz.

Equipment

Daraufhin habe ich alle erdenklichen Abhörpositionen ausprobiert, eine große Menge Absorber an Decke und Wände angebracht, Schallabsorberkästen, mit Glaswolle befüllt, selber gebaut und Bassfallen in die Ecken genagelt. Auch war technisches Downsizing angesagt. Damit tat ich mich verdammt schwer. Das ist nun mal gegen meine Natur, aber was willste da machen. Die Physik trickst man nicht mal eben so aus. Somit wurden meine 8″ Monitore von M-Audio und der 8″ Nubert Sub gegen ein kleineres 2.1 Lautsprechersystem getauscht. Eine Wissenschafft für sich. Zuerst probierte ich die kleinen 5″ JBL 305 im Zusammenspiel mit dem Nubert Subwoofer. Die klangen schon richtig gut und es war dröhnseitig auch etwas besser, aber ich musste trotz der geringen Größe der 305 immer noch die Bassreflexrohre an der Rückseite verstopfen, um das Flatulieren zu reduzieren. Auch fehlte mir klangtechnisch bei den JBL Auflösung in den hohen Frequenzen. Bei einem Freund machte ich mit Lautsprechern der Firma Adam Bekanntschaft. Die Adam F7 klang genau nach dem, was ich suchte. Allerdings waren das 7″ Monitore und damit viel zu überdimensioniert für mein Studio. Gelandet bin ich dann bei den Adam A3X. Diese habe ich per Wandhalterung an die Raumbegrenzung angewinkelt angeschraubt, da ich irgendwie an meinem Zweitmonitor vorbei musste, ich aber auch auf das Stereodreieck achten sollte. Hätte die Speaker zwar lieber auf Kopfhöhe, so erspart es mir aber eine nerviges Verrücken auf dem Schreibtisch. Da mein Freund zudem einen Sub mit mehr Power suchte und ich einen mit weniger, wurde kurzerhand mein Nubert AW-441 gegen sein Adam Sub7 getauscht. Er ist jetzt happy und ich bin es auch. Klassische Win-Win-Situation.

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Gespeist werden die Speaker von einer AKAI EIE pro Soundkarte. Die liefert für den aufgerufenen Preis von 229€ schon sehr viel. Sie bietet einen guten Sound und Support bis 96kHz, MIDI In/Out, viele Ein- bzw. Ausgänge und ich mag die analogen VU-Meter. Diese soll aber in absehbarer Zeit gegen eine SPL Crimson ersetz werden. Also ein Upgrade durch deutsche Qualität. Daran ist außerdem einer meiner letzten verbliebenen Kopfhörer angeschlossen. Ein AKG Q701. Von dem kann ich mich einfach nicht trennen, da er für mich quasi der Sennheiser HD800 für den kleinen Geldbeutel ist.

Daten empfängt die Soundkarte, nach wie vor, von meinem Hackintosh. Dieser leistet mir stets treuen Dienst und hat nachdem Software Upgrade auf El Capitan und Windows 10, auch endlich einen Intel i7 und SSDs erhalten. Pervers schnelle Grafikkarte (GTX 1060) incoming!

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In mein Studio soll auch eine Abhörstrecke diverser Medien installiert sein. An erster Stelle natürlich für Vinyl. Zum Abspielen davon dient ein Reloop RP-2000 M. Klar, ist kein SL1200… Für den reinen Musikgenuss ist er aber mehr als ausreichend. Allerdings schiele ich bereits auf einen Pro-ject Rpm 1.3. An einem SL1200 besteht von meiner Seite auch null Interesse, da ich nicht wirklich einen DJ-Turntable brauche und der Preis der Neuauflage mehr als üppig ist. Viel wichtiger als der Plattendreher ist für mich das Nadelsystem. Ich habe mich für ein Audio Technica AT 440MLb entschieden. Es ist das Beste, was ich bisher hatte. Die Auflösung ist für ein MM-System außerordentlich gut und es hat den Audio Technica typischen Nadelschutz. Der Plattenspieler ist an die zentrale „Medienverwaltungseinheit“ angeschlossen. Ein Urei 1601E DJ-Mixer, den ich als supergünstigen Schnapper für gerademal 100€ in den ebay-Kleinanzeigen ergattert habe. Das Model hatte ich mir kurz nach Erscheinen vor 10 Jahren für roundabout 600€ gekauft und kurz darauf wieder verkauft, weil ich einen A&H Mischer wollte. Geärgert hat mich diese Entscheidung schon immer und so war ich seit ca. 8 Jahren auf der Suche nach einem 1601E. Die Geduld hat sich ausgezahlt, mein neuer alter sieht aus wie neu. Ich liebe einfach das unkonventionelle Design.

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Linker Hand vom Mischer steht eine Kombination aus CD-Player, Versärker und Tapedeck. Der CD-Player kam als Geschenk. Der Verstärker ist erstmal nur Deko und das Tapedeck habe ich vor Kurzem, ebenfalls in den Kleinanzeigen, ergattert. Damit kann ich meine Sammlung an CDs und Tapes genießen, die zum Teil ja auch schon 20 Jahre alt sind. Bin auf jeden Fall froh, dass ich die Kassetten nie entsorgt habe.

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Gegenüber meiner Sitzposition, am anderen Ende des Raumes, befindet sich die Record Corner. Ein paar nicht so wertvolle Scheiben wollte ich sichtbar an der Wand und der Rest meiner kleinen aber sehr feinen und stetig wachsenden Kollektion befindet sich in einem Expedit. Über all dem wacht der Ed. Die blaue Designer Lampe ist ein Geschenk meiner Frau. An der Steckdose befindet sich ein Powerline Adapter für das DSL. Ursprünglich war geplant, ein Kabel vom Router in den Keller zu verlegen. Das Kabel ist sogar schon vorhanden, allerdings versuchte ich den Umstand zu umgehen, die Bohrmaschine durch diverse Wände treiben und dann etliche Meter Kabelschacht andübeln zu müssen. Da kam mir die Idee, DSL über das hauseigene Stromnetz zu übertragen gerade recht, zumal sich diese Form des Transfers in den letzten Jahren sehr gut entwickelt hat. Funktioniert einwandfrei.

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Insgesamt bin ich sehr zu frieden mit meinem Musikzimmer. Der Sound ist jetzt gut, ich habe genügend Platz und an Technik, abgesehen von den geplanten Upgrades, alles was ich z.Zt. brauche. Von Klangerzeugern als Hardware bin ich abgekommen, da mich die Vorzüge, alles im Rechner machen zu können, zu sehr überzeugen. Ich hätte jeder Zeit die Option, leihweise an einen Minimoog zu kommen, aber aktuell kein Bedarf. Die Software PlugIn-Welt entwickelt sich in nahezu Lichtgeschwindigkeit und die Authentizität des Klangs ist bei manchen Nachbauten so nah am Original, dass die Wenigsten den Unterschied erkennen würden.

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Hier noch ein paar Bilder aus der Bauphase

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29. Februar 2016
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Bandcamp.com

Eher zufällig bin ich auf Bandcamp gestoßen und habe der Seite anfänglich, sträflicherweise, kaum Beachtung geschenkt. Entpuppt sie sich doch mehr und mehr zu einer wahren Fundgrube bester Musik. Bandcamp, zur Erklärung, ist eine Seite, die vorwiegend unabhängigen Künstlern eine Promotion- und Verkaufsplattform bietet. Dazu bekommen die Künstler eine eigene Microsite zum Hochladen. Für Verkäufe berechnet Bandcamp 10-15%. Das Besondere, neben der auffällig guten Musik, ist, dass den Künstlern freigestellt ist, wie viel sie für ihre Musik verlangen. Es gibt quasi ein Minimum was man als Käufer bezahlen muss. Zudem kann man dann noch frei entscheiden, ob man mehr bezahlen möchte. Denn, teilweise wird sehr wenig für ein ganzes Album verlangt, oder gar nichts. Obendrein kann man die Songs /Tracks kostenlos auf Bandcamp anhören. Keine low-res Vorhörschnipsel!

Eine Auswahl

Lorn – Vessel

Ochre – A Midsummer Nice Dream

Kingbastard – System Restore

Dot Product

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28. Februar 2016
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Evoarchiv

Evosonic-Radio war, aus meiner Sicht, der Radiosender für Elektronische Musik Ende der 90er Jahre. Mitbegründer war Mike S., der sehr viel Ideenreichtum und Herzblut in das Projekt steckte. Was Evosonic von anderen Sendern wie sunshine live unterschied war, für mich, die Auswahl der Musik. Evo spielte einfach den geileren „Scheiß“! Kompromissloser Underground erster Güte. Das gipfelte dann in der Sendereihe von Mate Galić namens Stakker. Was da lief, ist schwer zu beschreiben. Bezeichnet wurde es als „Experimental Audio“, ich lasse das einfach so stehen. Der Herr ist mittlerweile übrigens CEO bei Native Instruments. Es spielten auch immer wieder bekannte DJs auf Evosonic, das auch ohne Gage. Chris Liebing, Gayle San, Sven Väth, DJ Hell und und und… Das Aus für den Sender brachten dann Zahlungsschwierigkeiten für die Sendelizenz. Hauptsächlich versuchte Evo sich über Mitgliedschaften (Mambas) zu monetarisieren. Das ging leider nicht ganz auf. Es gab dann noch 1-2 Relaunches, die aber nicht lange durchhielten. Sehr schade! Wäre wirklich interessant zu sehen, wo sich Evosonic heute befinden würde. Nichtsdestotrotz gibt es noch Aktivität rund um Evosonic. Zum einen der Evosonic Podcast oder die Wunderbaar Radioshow mit Andy Baar. Reinhören lohnt sich!

Die ehemalige Evo-Community hat, um die Hinterlassenschaft des Senders zu würdigen und ihn nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, ein Archiv zusammengetragen. Ursprünglich schob man sich die Sachen über Zippyshare hin und her, bis Mike S. ein adäquates Archiv einrichtete. Dort kann man viele der alten Mitschnitte herunterladen. Für mich ein Traum! Voraussetzung ist die Aufnahme durch einen Admin der Seite.

Evoarchiv

 

 

Das Beitragsbild ist der Evoarchiv.de Seite entnommen. Falls das ein Problem für die Urheber darstellen sollte, bitte Bescheid geben.

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28. Februar 2016
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The missing files

Hier mal ein paar Vinyl-Rips von mir, die ich im Netz vorher noch nicht gefunden habe. Ich bin über solche Sachen immer ganz dankbar, wenn ich auf Discogs shoppe. Bei älteren Scheiben bin ich mir manchmal nicht sicher, ob es auch die sind, die ich erhoffe. Da gab es schon den ein oder anderen zitternden Blindkauf. Vorhören schafft hier Klarheit.