MusikMesse – Frankfurt/Main 2012

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Am 22.03.2012 war es mal wieder soweit. Zu dritt machten wir uns auf, um der MusikMesse in Frankfurt am Main einen Besuch abzustatten. Mit „wir“ sind Matthias -Doc- Sommer, Robbie Dee und meine Wenigkeit gemeint.

7.15 Uhr morgens war Treffzeit und nach 1-2 Zigaretten und einem Pott Kaffee ging die fast 4-stündige Fahrt in dichten Nebelschwaden los. Nach 1 – 1,5 Stunden mit einem Zigarettenstopp inklusive war die Zeit reif für Frühstück auf dem Rasthof Rimberg.

Dort gab es dann erstmal ein ausgewogenes Frühstückchen mit Ochsenauge, Whopper und Kaffe. Davon gut gestärkt ging die Fahrt dann mit kurzen Zigarettenpausen auch zügig vorbei und wir kamen in Frankfurt an.

Mit dem Shuttle-Bus ging es dirket vom Parkhaus zum Portal der Messe. Als wir auf das Anschluss-Shuttle warteten, ertönten von einer etwas weiter entfernten Bühne elektronisch-experimentelle Klänge. Worauf ich da unbedingt per pedes näher ran wollte. Enttäuschenderweise veränderte sich der Sound auf dem Weg dahin in gewöhnliche Musik.

Unweit dieser Bühne befanden sich noch weitere. Auf einer dieser Vorführbühnen lief „Booka Shade’s – Body Language“. Ganz klar, dass wir uns das anhören mussten. Leider hat der Lautstärkelimiter der Kamera versagt, sodass Clipping zu hören ist. Was dem tollen Sound nicht gerecht wird. Der Klang war klar, nuanciert und vorallem druckvoll, was die db-Anzeige auf dem Display auch wiederspiegelt. Lediglich die Höhen waren zu präsent, was an der fehlenden, absorbierenden Menschenmenge liegen kann.

Von dort aus führte der Weg dann in die Messehallen. Wenn ich mich richtig erinnere, war der erste Stand den wir betraten, der von „Roland„. Robbie und ich machten uns jeweils an einem „Juno-GI“ bzw. „Juno-DI“ zu schaffen, während Matthias einen „Jupiter 50“ in Beschlag nahm. Das Konzept des Juno-DI geht deutlich Richtung Bühne. Der Klang ist kristallklar und dennoch fett. Er besitzt u.a. eine direkt abgreifbare Hüllkurve, einen Song Player sowie ein berührungslose Modulationssteuerung Namens „D BEAM“.

Der nächste kurze Stopp war an einem elektronischen Schlagzeug. Spaß muss sein.

 

Darauf folgte eine Zigarettenpause plus Würstchen und Balisto.

 

Wieder im Getümmel landeten wir am Stand von „Ultrasone„. Voller Freude entdeckte ich, dass man neben dem neuen „Signature Pro“ auch den „Edition 8“ ausgestellt hat. Der 1.400€ teure Kopfhörer, angetrieben von einem „Lehmann Audio Black Cube Linear Kopfhörerverstärker„, wurde dann sogleich einem Hörtest unterzogen. Das erste was mir auffiel war, dass er kleiner ist als ich dachte. Meine Ohren fühlten sich etwas eingeengt. Das Zweite das ich bemerkte war der enttäuschende Höreindruck. Da waren meine Erwartungen wohl zu hoch gewesen. Der Klang wirkte gezwungen und unspektakulär. Ich ging die Titel auf dem abspielenden iPad durch und fand keine Besserung. Matthias und mir wurde recht schnell klar, dass die Qualität der Titel auf dem iPad unzureichend ist um das Potenzial des „Edition 8“ zu erkennen. Da Doc glücklicherweise seinen iPod zur Hand hatte, wurde der fix angestöpselt. Der Titel von VCMG „Spock“ förderte da schon ganz andere Eindrücke zu Tage. Über den Titel mag man streiten, aber das Mastering des Titels ist über jeden Zweifel erhaben. Da öffnete sich einen Bühne – kristalklarer und tonal wunderbar stimmiger Soundgenuss. Da fehlte es an keiner Ecke. Traurig, dass der Hersteller hier aufgrund der angestrebten Zielgruppe zu solch veralteten, ungenügenden Opernaufnahmen, Jazz-Titeln und Instrumental-Stücken greifen muss.

Von dort aus gelangten wir irgendwann auch zum „Pioneer“ Stand, welcher sehr üppig ausfiel. Neben mehreren komplett ausgestatteten DJ-Sets wie z.Bsp. 2x CDJ850 + DJM800 + HDJ1000 an dem ich Hand anlegte,

war auch eine Showbühne präsent, auf der eine liebreizende Dame ihr Können zur Schau stellte.

Nach ein paar Minuten kam Robbie total begeistert auf Matthias und mich zu und erzählte von einer Kombination aus Effektgerät und Sampler, die „RMX-1000„. Damit sind abgefahrene Effekte möglich, die in der Form nicht zu den OnBoard-Effekten eines Clubmischers gehören. Über die Effekt-Sends des Mixers geroutet schaltet man die RMX-1000 über den gewöhnlichen Effekt-On an. Mit dem Verkaufspreis von 699,- empfanden wir drei das Gerät allerdings als überteuert.

Beim Durchstöbern der Messestände nach allem Interessanten, steißen wir auch auf die Klassiker-Ausstellung des „Synthesizer-Magazins“ und drehten dort an Maschinen wie der legendären Roland TR-808, Sequential Circuits‘ Pro One oder Korg’s MS-20.

 

…Zigarettenpause….

 

Unser Interesse wurde während des weiteren Erforschens der Ausstellung auf einen kleinen runden Tisch von „Reactable“ gelenkt. Dieser Innovative „Tisch“ bietet die Möglichkeit mit eigens dafür entwickelten Bausteinen aufzulegen bzw. live zu spielen. Und das durch abgefahrene Animationen optisch sehr beeindruckend. Die Flächen der Bausteine haben unterschiedliche Funktionen. Je nachdem wie man sie platziert, können die Steine durch antippen und drehen neue Sounds/Tracks laden oder bestimmte Parameter beeinflussen. Legt man einen der Würfel auf die Oberfläche des Tisches verbindet dieser sich sofort mit dem Zentrum. Effektbausteine werden einfach zwischen diese Verbindung geworfen und gedreht.

Des weiteren, kurz zusammengefasst, war es ebenfalls äußerst interessant die sau teure und edle Studio-Hardware von SPL zu befummeln, Die VRM-Box von Focusrite anzutesten, die neue Rokit RP10-3 von KRK aufzudrehen und anzuhören, die 770/880/990 von Beyerdynamic aufzusetzen und Hörproben zu unterziehen, Software Plug-Ins zutesten, sowie den Minitaur von Moog zum Wobbeln zu bringen. Robbie informierte sich zudem noch über individuell angepassten Gehörschutz. Sehr vernünftig, denn was einmal futsch….

Außerdem gab es noch diese Verrückten:

Da im Ticketpreis für die MusikMesse auch der Eintritt für die parallel stattfindende „Prolight + Sound“ inbegriffen war, begaben wir uns auch dahin.

Dort empfing uns LED-Technik soweit das Auge reicht. Von einzelnen Lämpchen bis hin zu halben Bühnenaustattungen gab es da zu sehen. Ebenfalls begeisterte die 3D-Präsentationen sowohl mit, als auch ohne 3D-Brille.

Punkt 18 Uhr erinnerte uns eine Frauenstimme über die Messelautsprecher, dass die Messe für diesen Tag vorüber sei und man sich doch bitte zu den Ausgängen begeben solle. Also war nun langsam aber sicher die Heimfahrt angesagt. Diese kam auch gleich zu Beginn ins Stocken, da uns die irreführende Verkehrsbeschilderung in Verbindung mit dem Feierabendverkehrsstau plus einem Navi, das uns in einen Endlosschleife leiten wollte, ein flottes Vorankommen unmöglich machten. Als sich der Knoten gelöst hatte kamen wir dann auch zügig vorwärts. Mit 1-2 Zigarettenpausen und dem Abendessen auf dem schon früher am Tage besuchten Rasthof Rimberg erreichten wir kurz vor 23 Uhr Vogelsberg, wo sich die kleine aber feine Gesellschaft auflöste und auf ihre jeweiligen Wege begab.

Was bleibt abschließend zu sagen? Die Messe war ingesamt auf jeden Fall den Besuch wert; es ist immer wieder begeisternd für mich unbezahlbare Geräte zu befummeln; iPads wurden in fast jedem Stand eingebunden ob sinnvoll oder nicht(eine App von Sonivox simulierte Gitarrensaiten die mit einem! Finger spielbar waren. Dazu wurde das iPad in eine Gitarrenattrappe gesteckt. Schnulli!); die Kopfhörer HD700 bzw. HD800 von Sennheiser konnte ich leider nicht probehören; es gab keinen Native Instruments Stand was wir bedauerten; Gayle San zwar gesehen aber nicht getraut anzuquatschen; Balisto schmeckt auch noch nach 22 Uhr; und nächstes Jahr, sind wir bestimmt wieder dort. Denn so stressig der Tag auch ist, so viel Spaß macht es auch!

Danke an die Mitreisenden! 😉

3 Kommentare

  1. Yes! Sieht nach leichtem overdose aus, aber sehr fein berichtet. Ich als alter Schlüsselmeister kenne diese Hallen nur zugut :).

  2. Das nächste Mal bist du sehr gern dazu eingeladen. 🙂

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