Ultrasone PRO 650 – Test

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Da ich nun selber angefangen habe Musik zu produzieren, aber leider keine Monitor-Lautsprecher nutzen kann, brauchte ich ein Paar Kopfhörer die das in einem gewissen Rahmen ersetzen können. Ich besitze zwar denn „DJ-1“ und den „K 701„, aber der eine Hörer hat eine zu starke Basswiedergabe und der andere eine zu geringe. Ich wollte einen Heady, der quasi als Missing-Link dazwischen anzusiedeln ist. Da es mir die räumliche Darstellung des „DJ-1“ doch sehr angetan hat, wollte ich wieder einen „Ultrasone„, nur studiotauglicher. (Ja, es ist mir durchaus bekannt, dass man nur sehr schwer mit Kopfhörern abmischen kann. Das muß vorerst aber ausreichen. 😉 )

Nachdem ich einige „Frequency Response – Diagramme“ auf „headphone.com“ verglichen hatte, bin ich dann in den „eBay Kleinanzeigen“ recht schnell fündig geworden. Also kaufte ich mir den „Ultrasone PRO 650“ für 85€.

Klang:

Er klingt genauso wie ich es erwartet habe. Präsente und detailierte Bässe, die durch eine feine Abzeichnung erlauben den Kick von der Bassline zu trennen. Auf der anderen Seite des dargestellten Frequenzspektrums transparente und filigrane Höhen mit kaum wahrnehmbaren Zischeln bei S-Lauten. Die Mitten sind im Gesamtbild etwas weniger vordergründig. Damit kann ich leben. Alles in allem also ein recht runder Sound für mich. Sicherlich klingt er nicht analytisch neutral, aber das wollte ich auch nicht. Dafür habe ich den „AKG K 701“, dem allerdings die tiefen Frequenzen abgehen.

Ebenso ist auch wieder „S-Logic“ mit an Bord und dennoch hat man nicht den Eindruck, dass das Geschehen soweit vom Hörenden wegrückt.

Komfort:

Der Tragekomfort ist dem des „DJ-1“ recht ähnlich. Die Unterschiede sind lediglich die größeren Ohrmuscheln, die dem Ohr mehr Platz machen, sowie die weicheren Polster. Ich finde ihn auch nach längerem Tragen noch sehr bequem. Allerdings ist, als kleiner Negativpunkt, die Schweißentwicklung auch hier wieder deutlich spürbar.

Fazit:

Meine Eindrücke sind durchweg positiv. Klar könnte man meinen, für einen Studioheady sind die Tiefen und Höhen zu präsent, das empfinde ich persönlich aber nicht so. Ich höre diese Bereiche lieber einen Tick „deutlicher“ als „undeutlicher“. Für einen „Hi-Fi“-Kopfhörer empfinde ich ihn zu unspektakulär. Der fühlt sich beim Recording oder generell im Studio am besten aufgehoben. Für den Gebrauch an mobilen Geräten ist der Hörer nicht empfehlenswert. Erstens durch seine 75Ohm Impedanz und zweitens durch den standart 6,3mm Klinkenanschluß.

Positiv zu erwähnen ist noch das austauschbare Kopfhörerkabel. Mal sehen, wie ich in Zukunft mit dem „PRO 650“ klar kommen werde. 🙂

 

Klang:                            8/10
Komfort:                       8/10
Preis/Leistung:          10/10 (bei meinen 85€)

 

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