<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>cayin &#8211; Attix Blog</title>
	<atom:link href="https://www.sandro-metzlaff.de/tag/cayin/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.sandro-metzlaff.de</link>
	<description>It&#039;s all about the music!</description>
	<lastBuildDate>Sun, 21 Jul 2024 17:51:04 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/08/cropped-A-Icon-I-32x32.jpg</url>
	<title>cayin &#8211; Attix Blog</title>
	<link>https://www.sandro-metzlaff.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Cayin N3-Ultra</title>
		<link>https://www.sandro-metzlaff.de/technik/cayin-n3-ultra-4855/</link>
					<comments>https://www.sandro-metzlaff.de/technik/cayin-n3-ultra-4855/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[attix]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2024 07:23:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[cayin]]></category>
		<category><![CDATA[dap]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[elektronenröhre]]></category>
		<category><![CDATA[ibasso]]></category>
		<category><![CDATA[inear]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfhörer]]></category>
		<category><![CDATA[mobil]]></category>
		<category><![CDATA[n3pro]]></category>
		<category><![CDATA[n3ultra]]></category>
		<category><![CDATA[player]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[röhre]]></category>
		<category><![CDATA[röhrenklang]]></category>
		<category><![CDATA[tube]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sandro-metzlaff.de/?p=4855</guid>

					<description><![CDATA[Sensorische Dissonanz Es gibt Dinge, die sterben einfach nicht aus. Schallplatten, Maßschneidereien, Vollformatkameras mit Wechselobjektiven,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Sensorische Dissonanz</h3>



<p>Es gibt Dinge, die sterben einfach nicht aus. Schallplatten, Maßschneidereien, Vollformatkameras mit Wechselobjektiven, Edel-Confiserien oder handgefertigte Musikinstrumente. Obwohl schon längst durch günstige, kompakte, digitale Lösungen für die breite Masse ersetzt, dienen sie doch weiterhin Kunden mit einem qualitätsbewussten Anspruchsverhalten abseits des gängigen Konsens. Man könnte es auch so formulieren: Etwas allgemeiner Komfortverzicht für ein gesteigertes Nutzererlebnis. Warum nicht den Hochzeitsanzug bequem von der Stange wählen, wenn der aufwändig maßgeschneiderte passt wie angegossen? Weshalb nicht zur sofort verfügbaren Gitarre aus dem Musikhandel greifen, wenn der gelernte Gitarrenbauer das Teil zwar langwierig fertigt, dafür jedoch perfekt nach den eigenen Bedürfnissen stimmen kann? Weil man so etwas Besonderes erhält, ein bestimmtes Gefühl vermittelt bekommt. Einzig pekuniäre Gründe verhindern oftmals den Schritt zum ganz großen Glück.</p>



<p>Beispiel Smartphones. Sie ersetzten in den letzten Jahren immer mehr Hardware. Egal ob Laptop, Fotoapparat, Mp3-Player, EC-Karte oder Bücher. Alles kompakt auf einem rechteckigen Gerät in Hosentaschengröße. Für 95% der User sind das Handling und die qualitativen Ergebnisse in diesen Bereichen damit vollkommen ausreichend. Platz- wie Kostenersparnis die ausschlaggebenden Kriterien. Die anderen 5% suchen mit spezialisierten Geräten den Qualitätssprung und die Handhabung zweckoptimierter Hardware. Am häufigsten wahrscheinlich für Bildaufzeichnungen. Mit einer gescheiten Kamera + lichtstarkem Objektiv bläst man jegliches Smartphone noch immer vom Tisch. Ich selbst bin vermutlich wieder so ein Extremfall. Auch wenn die allermeisten Leute gern am &#8222;Handy&#8220; herumwerkeln, nervt mich die Art der Bedienung mittels wischen über eine Glasscheibe. Das Smartphone stellt für meine Wenigkeit somit nur eine Notlösung jeglichen Einsatzzweckes dar. Fotografieren damit ausschließlich, wenn ich keine meiner Cams griffbereit habe, surfen im Netz oder Texte verfassen tue ich viel lieber mit PC-Maus + Tastatur und Musik genießen unterwegs nur über einen meiner DAPs. Ich weiß, nicht jeder der das auch will &#8211; kann. Ich wünschte, es wäre so.</p>



<p>DAP!? Was genau ist denn ein DAP? <strong>DAP</strong> steht für <strong>D</strong>igital <strong>A</strong>udio <strong>P</strong>layer. Also ein kompaktes, einzig dem Musikhören nach entworfenes Gerät. Sowas erscheint heute wie ein Relikt aus der Vergangenheit. Natürlich bekomme ich mit besagtem Smartphone die Musik ins Ohr aber eben nicht so gut. Für Audiophile, zu denen auch ich mich zähle, ist so ein mobiler High-End Musikplayer der heilige Gral auf Reisen. Speziell im Urlaub kann man damit in ruhigen Stunden, ohne klangliche Einbußen, genüsslich seiner Leidenschaft frönen. Technik, die in ihrer Komplexität nur eine bestimmte Aufgabe erfüllen soll, geht schlicht weniger Kompromisse ein. Die Hersteller können aus dem Vollen schöpfen. Das fängt beim Design an, führt sich im Bedienkomfort fort und schafft Freiräume im vielschichtigen Elaborieren der Klangqualität. Die ist es auch, welche im wesentlichen Fokus bei einer Kaufabsicht liegt. Mit dem gesteigerten Klangpotenzial soll sich die Anschaffung eines zusätzlichen, wie hochpreisigen Geräts nun mal rechtfertigen.</p>



<p>Persönlich nutze ich DAPs seit mittlerweile neun Jahren. Der erste Zugang war ein <strong>iBasso DX90</strong>, welchen ich, dank des austauschbaren Akkus, auch heute noch gern nutze. Der hat schon sooo viele Betriebsstunden hinter sich, war auf etlichen Reisen mit und ist immer noch zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk. Klanglich hat mir der DX90 immer gemundet. Vor zwei Jahren kam aus Neugierde noch ein <strong>HiBy R3 Pro Saber</strong> dazu. Bis zu dessen Erwerb, haben mich DAPs mit festverbautem Akku immer abgeschreckt. Leider gibt es heute schlicht keine Alternative mehr dazu. Das ist äußerst bedauerlich! Danach gesellten sich noch ein <strong>Sony NW-A105</strong>, sowie ein <strong>Fiio X1</strong> dazu. Abgesehen vom DX90 alles Geräte, die nicht gerade die Bank sprengen und eher für robuste Umgebungen gedacht waren, weniger als Utensil auf Reisen. Nun bekam ich Wind von einem neuen Player auf dem Markt, welcher schnell meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Statt des üblichen Solid State-Aufbaus besitzt jener zusätzlich Elektronenröhren. Der Name: <strong>N3-Ultra</strong> von der Firma <strong>Cayin</strong>.</p>



<p>Der Hersteller Cayin ist mir nicht unbekannt. Wenn ich dessen Name lese, denke ich sofort an Röhrengeräte. Damit verbunden ist meine damalige Erfahrung mit einem <strong>Spark Audio HA-1A</strong> Kopfhörerverstärker, über den ich im Jahr 2018 <a href="https://www.sandro-metzlaff.de/blog/kopfhoerer-endgame-1539/" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow"><strong>HIER</strong> </a>schrieb. Die Firma hat sich als chinesischer Hersteller hochwertiger Audioprodukte, mit besagter Röhrentechnik, einen guten Ruf in der audiophilen Szene erarbeitet und befindet sich in feiner Gesellschaft anderer sinologischer Hersteller. Auralic, Aune, iBasso and many more. Es kommt halt nicht nur Billigramsch aus Fernost.</p>



<p>Da nun kürzlich ein Urlaub in Potsdam anstand, war es die perfekte Gelegenheit um einen neuen DAP nutzen zu können. Ein glücklicher Kaufmoment in den Kleinanzeigen erwirkte einen soliden Rabatt auf ein Neugerät und somit landete ein Exemplar in meinen Händen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Variable Konstanz</h3>


<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4927 size-full" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<p>So, nach dem ganzen einleitenden Vorgeplänkel kommen wir zum eigentlichen Protagonisten des Artikels. Zum <strong>N3-Ultra</strong>. Er ist der Nachfolger des recht erfolgreichen <strong>N3-Pro</strong> und bildet weiterhin den Einstieg in das Player-Segment der Röhren-DAPs von Cayin. Der röhrenverstärkte N3-Pro mit einem Preis um die 500$ war vor drei Jahren ein Novum. Die Preise für diese Art von DAPs liegen gern deutlich darüber. Für einen <strong>N7</strong> aus selben Hause werden 2.000€ fällig und den edlen <strong>N8ii</strong> bekommt man erst ab stolzen 3.500€. Die limitierte Sonderedition des <strong>N30LE</strong> im Bundle mit dem hauseigenen <strong>Amber-Pearl IEM</strong> lag bei saftigen 13.000€! Das liegt in der Natur der Sache. Röhrentechnik in einem Gerät zu verbauen, welches gerade mal unwesentlich größer als ein Smartphone dimensioniert ist, ist ein Stück weit aufwändig. Die Idee und Umsetzung finde ich absolut genial. (Selbstverständlich gibt es auch DAPs mit ausschließlich Solid State-Aufbau in schwindelerregenden Preisregionen.)</p>



<p>Nicht jede Elektronenröhre ist als Bauteil für einen kompakten Player geeignet. Viele Typen werden im Betrieb sehr warm um korrekt zu funktionieren oder sind schlicht zu groß. Sowas lässt sich in einem DAP schlecht verwenden. Cayin entschied sich daher für den Einbau von zwei <strong>NOS Raytheon JAN6418S</strong> Miniaturröhren. Also neue/unbenutzte Tubes aus alten Lagerbeständen (<strong>N</strong>ew <strong>O</strong>ld <strong>S</strong>tock) nach Qualitätsstandards des Militärs (<strong>J</strong>oint-<strong>A</strong>rmy-<strong>N</strong>avy Military Grade). Diese werden in einem aufwändigen Auswahlverfahren durchgemessen und anhand ihrer Messwerte gepaart (sog. tube matching), da sie pro Kanal Implementierung finden sollen. Dieser Röhrentyp besitzt nur eine geringe Größe und strahlt kaum Wärme ab. Trotz der passenden Eigenschaften der JAN6418 beherbergen diese dennoch zwei Schwachpunkte &#8211; 1. <strong>Mikrofonie</strong> bei Bewegungen der Röhre, sowie 2. eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Funksignalen. Mikrofonie bei Tubes macht sich als Klirr- oder Klingelgeräusche im Audiosignal bemerkbar, wenn die Elektronenröhre Erschütterungen ausgesetzt ist. Da das bei einem mobilen Player nun eine permanente Begleiterscheinung ist, wurden für den N3-Ultra extra <strong>Silikonmuffen</strong> entwickelt, in denen die Röhren ruhend, auftretende <strong>Vibrationen wegdämpfen</strong>. Das funktioniert so gut, dass ich während meines Testzeitraums im Urlaub keinen Mikrofonie-Effekt wahrgenommen habe. Einstrahlungen von Funksignalen begegnete die Firma mit einem resoluten Weg -> sie lässt schlicht und einfach alle funkende Bauteile weg. Der N3-Ultra besitzt somit <strong>weder Wi-fi noch Bluetooth</strong>. Die Röhren sind im Player festverbaut und nicht austauschbar. Ihnen wird eine Lebensdauer von mehreren 1.000h beschieden. Der Hersteller gibt hier gar ~ 10.000h an. Es kann, laut Aussage eines Cayin-Offiziellen auf dem Portal Head-fi.org, in seltenen Fällen vorkommen, dass mal eine Röhre ihren Weg in die Player findet, die trotz der peniblen Qualitätsprüfung, innerhalb weniger Wochen ausfällt. Diese wird auf Garantie von Cayin getauscht. Wir reden hier schließlich von Tubes die zwar unbenutzt, jedoch 40 Jahre und älter sind.</p>



<p>Der Cayin DAP bietet abgesehen von den Tubes natürlich auch einen Transistor-Signalpfad. Der DAC (<strong>D</strong>igital <strong>A</strong>nalog <strong>C</strong>onverter), welcher das digitale Signal in ein analoges für den Kopfhörer umwandelt, arbeitet mit einem <strong>AKM AK4493S</strong>-Chip. Ein technisch bis <strong>32bit und 22,4Mhz (DSD)</strong> extrem hochauflösender Audiochip mit großem Rauschabstand und verschwindend geringem Klirrfaktor. Wer den N3-Ultra kauft, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit aber für den Röhrensound entscheiden.</p>



<p>Neben einer ausgezeichneten Klangwiedergabe ist auch der Bedienkomfort bei DAPs ein wichtiges Kriterium. Als Betriebssystem findet ein modifiziertes <strong>Android 8.1</strong> Verwendung. Es ist optimal auf den Einsatzzweck angepasst worden. Alles lässt sich übersichtlich auffinden und der scharfe <strong>4.1&#8243; Touchscreen (1280&#215;720)</strong> reagiert sehr flüssig. Die Rechenarbeit dafür erledigt ein <strong>Qualcomm 425 Prozessor</strong>. Die aktuelle Firmware befindet sich in der Version 1.30. Seit dem Release des Players im März kam fast monatlich eine neue Versionsnummer raus, die immer kleine Verbesserungen mit sich brachte. Ich habe natürlich auch gleich ein Update durchgeführt. Den Prozess dazu findet man <strong><a href="https://cayin.com/downloads/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">HIER</a></strong>. Mir persönlich gefallen immer richtige Buttons zur Bedienung. Die seitlich angebrachten, mit denen man die Titelwiedergabe steuert, haben einen angenehmen Druckpunkt. Das Volume-Rad, um die Lautstärke zu regeln, fasst sich ebenfalls gut an.</p>



<p>Anschlussseitig finden sich neben einer <strong>USB-C</strong> Buchse, ein <strong>Card-Slot für MicroSD</strong> (bis 1TB), ein <strong>3,5mm Line-Out, </strong>ein <strong>3,5mm Headphone-Out, sowie eine symmetrische 4,4mm Line-/Headphone-Out</strong> Kombo-Buchse. Der symmetrische Ausgang haut max. <strong>600mW bei 32Ohm</strong> raus. Mittels USB-Anschluss kann der DAP auch als <strong>DAC am PC</strong> eingesetzt werden. Ebenso wird der N3-Ultra hierdurch geladen. Eingangs bereits von mir moniert, beinhaltet auch der Cayin-DAP einen <strong>festverbauten Akku</strong>, welcher hier eine Leistung von <strong>4.500mAh</strong> zur Verfügung stellt und damit Energie <strong>für ~ 10h</strong> liefert. Das ist nicht sonderlich viel, reicht aber in den meisten Fällen aus.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Timbre Eleganz</h3>


<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-4928 size-full" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<p>Nach der Inspektion seiner Komponenten, stellt sich doch endlich die Frage: Wie klingt der Player denn nun?</p>



<p>Cayin hat dem DAP drei unterschiedliche Timbres (Klangfarben) mitgegeben. Beurteilen tue ich diese mit einem <strong>InEar Stagediver SD-4</strong> am symmetrischen Ausgang des DAP. Dieser Out hat soviel Power, dass ich die niedrigste der drei Gainstufen wählen muss und mich nicht über 40% traue, da hier bereits meine Schmerzgrenze überschritten ist. Der Ausgang ist zudem von Kopfhörer- auf Line-Out umschaltbar und wird bei Umstellung mit einem Warnhinweis gesichert, um bei einem versehentliches Switchen nicht einem Gehörschaden zu erliegen. <br><br>Die Klangfarben:<br><strong>Solid State</strong><br><strong>Tube Classic</strong><br><strong>Tube Modern</strong><br><br>Im <strong>Solid State-Modus</strong> läuft der Signalpfad auf &#8222;üblichem&#8220; Wege einzig über Transistoren. Die Elektronenröhren bleiben hiermit kalt. Der Sound ist <strong>unglaublich sauber und sehr gut aufgelöst</strong>. Digitaltechnische Perfektion würde ich gar behaupten. Allein dieser Klang würde den Kauf rechtfertigen, ist aber nicht ganz das Besondere, was man sich mit dem N3-Ultra erhofft.</p>



<p>Die große Magie entsteht beim Wechsel auf den <strong>Tube Classic Mode</strong>. Es erscheint eine Nachricht auf dem Display, dass die Röhren kurz aufgewärmt werden müssen, die zwei seitlichen Fenster am Player beginnen zu leuchten und nach wenigen Sekunden erfolgt der Switch. Der Sound ändert sich recht flagrant zum Transistorklang und ist nicht bloß ein Gimmick. Der Fokus verschiebt sich mehr auf die mittleren Frequenzbereiche, diese werden förmlich herausgearbeitet und Stimmen erhalten eine natürliche Präsentation zurück, die im ganzen technisch-perfekten Zeitalter zu oft verloren geht. Transienten gewinnen nun zusätzlich harmonische Obertöne, die man auch leicht wahrnehmen kann. <strong>Alles bekommt Glanz, ein wundervolles Funkeln</strong>. Dem Röhrensound wird ja gern mehr Wärme nachgesagt. Beim N3-Ultra bedeutet es jedoch nicht, dass der Sound Hochtonenergie verliert. Im Gegenteil, verschiebt sich die Abstimmung in einen leicht helleren Klang, da der tiefe Bassbereich an Autorität verliert. Transienten büßen auch etwas Dynamik ein. Dieses Timbre ist dadurch nur bedingt für basslastige Musik geeignet. <strong>Stimmenlastige Musik oder Klassik</strong> allerdings, werden zu <strong>einem wahrer Genuss</strong>! Die Klangbühne ist im Tube Classic am weitesten vom Kopf entfernt. Alles ist <strong>perfekt separiert</strong> und Sounds schweben bei geeigneter Aufnahme 360° um den Hörenden herum. Der 3,5mm-Ausgang macht hier schon eine exzellente Figur, der 4,4mm-Out ist aber nochmal ein anderes Level bilde ich mir ein.</p>



<p>Die Klangcharakteristik des <strong>Tube Modern</strong> Timbre geriert sich zu einer Intersektion der zwei vorangestellten Modi. Der Glanz geht etwas zurück, der Bass bekommt wieder Druck auf den Kessel, die Klangbühne rutscht mehr ans Ohr. Perfekt für mein favorisiertes Musikgenre. Hiermit <strong>macht Elektronische Musik so richtig Laune</strong> und es darf sicherlich die Frage aufkommen, ob scheppernder Techno überhaupt so fantastisch klingen sollte. Ganz klares &#8222;Ja!&#8220; von mir. Diese Klangfarbe tönt aus meiner Sicht dem Solid State Timbre ein Stück näher als dem Tube Classic Mode. So, als ob dem Transistorklang mehr Leben eingehaucht wird. Der wirkt im Vergleich dann doch zu flach, zu perfekt.</p>



<p>Was die drei Timbres vereint, ist dieser <strong>riesige Detailreichtum</strong> über das gesamte Frequenzspektrum. Einhergehend damit, beeindruckt mich der Stagediver SD-4 immer wieder aufs Neue, was mit diesem für eine Detailwiedergabe möglich ist. Das Ding ist ein akustisches Mikroskop. Preislich liegen der Inear-Kopfhörer wie auch der DAP im ungefähr gleichen Bereich (699,- und 649,-) und bilden ein stimmiges akustisches Gespann. Nichtsdestotrotz reizen mich die Edelteile von <strong>Campfire Audio</strong> schon eine Weile und ein zukünftiger Zugang aus diesem Hause bleibt ein selbst gestecktes Ziel.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verdikt</h3>


<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-4929 size-full" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<p>Der Cayin N3-Ultra ist ein äußerst spannendes Gerät und es macht viel Freude mit den Klangfarben zu experimentieren. Mir ist es aber schon oft passiert, dass ich während des Testens einfach in die Musik vertieft abgedriftet bin, so sehr kann einen der Klang fesseln. Für weitere klangliche Feinabstimmungen bietet der DAP noch mehrere digitale Filter und eine beispielhafte Implementation eines PEQ (Parametrischer Equalizer), welcher mit speicherbaren Profilen aufwarten kann.</p>



<p>Und da sind wir auch wieder bei der ganz am Anfang gestellten Überlegung, warum man so ein scheinbar redundantes Gerät zusätzlich mit sich herumtragen mag. Weshalb sich die Extrakosten zumuten? Nun, weil ein guter DAP, mit viel Hingabe zum Detail und außergewöhnlicher Klangqualität, ein exklusives Hörerlebnis bietet. Die ganze Mühe, welche ich mir mit meinen Vinyl-Rips mache, das langwierige Abstimmen der ganzen Signalkette dazu, soll Sinn ergeben. Mir ist das wichtig. Mit einer hinreißenden Klangwiedergabe wird aus guter Musik -&gt; grandiose Musik&#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.sandro-metzlaff.de/technik/cayin-n3-ultra-4855/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kopfhörer Endgame</title>
		<link>https://www.sandro-metzlaff.de/blog/kopfhoerer-endgame-1539/</link>
					<comments>https://www.sandro-metzlaff.de/blog/kopfhoerer-endgame-1539/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[attix]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Jul 2018 19:24:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfhörer]]></category>
		<category><![CDATA[aune]]></category>
		<category><![CDATA[cayin]]></category>
		<category><![CDATA[ha-1a]]></category>
		<category><![CDATA[hd800]]></category>
		<category><![CDATA[lake]]></category>
		<category><![CDATA[mkiii]]></category>
		<category><![CDATA[people]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>
		<category><![CDATA[se]]></category>
		<category><![CDATA[t1]]></category>
		<category><![CDATA[test]]></category>
		<category><![CDATA[violectric]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sandro-metzlaff.de/?p=1539</guid>

					<description><![CDATA[Der Urknall Kopfhörer sind schon so eine Sache. Der eine liebt sie, ein anderer hasst&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1540" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg" alt="" width="1620" height="1080" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg 1620w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1620px) 100vw, 1620px" /></a></h3>
<h3><em>Der Urknall</em></h3>
<p>Kopfhörer sind schon so eine Sache. Der eine liebt sie, ein anderer hasst sie aber für die meisten sind die kleinen Kopflautsprecher doch nur ein gewöhnlicher Gebrauchsgegenstand, der irgendwo in einer Tasche vergraben die meiste Zeit herumexistiert. Ich gehöre ganz klar zur ersten Kategorie. Denn nur Kopfhörer schaffen diese unglaublich intime Atmosphäre und das unabhängig davon, wo man sich gerade befindet. Die Raumeigenschaften spielen, insbesondere bei gut isolierenden Kopfhörern, nahezu keine Rolle. Der erste Kopfhörer, der mir irgendwie im Gedächtnis geblieben ist, war Mitte der 90er ein Vivanco. An das genaue Model kann ich mich nicht erinnern. Aber das Teil hatte einen Sound, wie ich ihn vorher so noch nicht gehört hatte. Ich kannte bis dahin nur die mitgelieferten Kopfhörer von Walkmans/Discmans. Diese kleinen schwarzen Teile mit dem silbernen Bügel und den Schaumstoff-Polstern. Die gibt&#8217;s auch heute noch in Flugzeugen zu kaufen. Der Vivanco hatte einen satten Sound mit Lautstärkerregulierung am Kabel und, damals noch viel wichtiger, einen Schalter für &#8222;Super Bass&#8220;. Denn die Eurodance Sachen, die ich damals hörte, waren recht dünn abgemischt. Der Kopfhörer erlag dann recht schnell einem Kabelbruch und das Thema hatte sich erstmal erledigt. 2002 erstand ich im Media Markt einen Sony MDR V300. Der beeindruckte mich damals ungemein und ich glaubte, viel mehr geht da nicht. Erst nachdem ich einige unterschiedlich DJ-Kopfhörer durchprobiert hatte erkannte ich da einiges an Potenzial. Mein erstes wirkliches Highlight war 2010 ein AKG K701. Von da an waren Kopfhörer für mich mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand &#8211; sie wurden zu einer Leidenschaft.</p>
<p>Was hatte ich nicht alles schon auf dem Kopf. Unterschiedliche Modelle jeweils von: AKG, Audeze, Beyerdynamic, Fostex, Hifiman, Klipsch, KRK, Oppo, Pioneer, Sennheiser, Sony, Stagediver, Stax, Shure, Technics und Ultrasone + die, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Von diesen gefühlt 100 unterschiedlichen Modellen sind mir einige wenige ans Herz gewachsen. Das sind ganz klar die Elektrostaten der Firma Stax (SR-207 bis SR-507, SR-007), die Magnetostaten von Hifiman (HE-4, HE-6, HE-500), AKG (K181 DJ, Q701), Audezes Magnetostaten (LCD-2, LCD-3), Fostex (TH-900), Sennheiser HD-25 sowie der Stagediver SD-2. Mein absoluter Liebling aber ist der Sennheiser HD800. Den hörte ich mal im Hifiladen in Berlin und es war Liebe auf den ersten Ton.</p>
<h3><em>It&#8217;s coming home</em></h3>
<p>Der HD800 ließ mich seit dem nie los. Irgendwann nun hatte ich mal Glück ihn günstig und in super Kondition in den ebay-Kleinanzeigen zu schießen. Als ich den Hörer endlich mal wieder aufsetzen konnte, entstand auch gleich dieses tolle Gefühl, den richtigen gefunden zu haben. Allerdings fehlte mir etwas am Sound das in Berlin nicht fehlte und mich fast dazu brachte den Sennheiser wieder zu verkaufen. Was ich in den nächsten Wochen erst herausfinden musste, war, dass der HD800 sehr wählerisch in der Auswahl eines geeigneten Kopfhörerverstärkers ist. Ja, richtig, mit einem Kopfhörer allein ist es nicht getan. Schon gar nicht bei einem so feinen Gerät wie dem HD800. Das Thema war mir allerdings schon bekannt, da die Hifimänner damals um 2011 nicht anders waren und spezielle Kopfhörerverstärker mit richtig Bumms am Ausgang brauchten. 2 Watt in 50 Ohm war die Mindestanforderung! Nun höre ich mit dem Sennheiser ausschließlich Konserven vom PC. Also benötigt man noch einen hochauflösenden Digital zu Analog Wandler. Kurz DAC. Ich hatte bereits Erfahrungen mit den Teilen von Audioquest &#8211; Dragonfly, Meridian Explorer &#8211; 1 und 2, Musical Fidelity &#8211; irgendwas, ifi nano IDSD und Rega. Mal abgesehen von dem Rega-DAC konnte keiner der eben genannten Wandler den Sennheiser zum glänzen bringen und den Rega-DAC besitze ich schon eine Weile nicht mehr. Man merkte einfach, dass das nicht alles sein kann, was der HD800 zu leisten vermag. Erst die Kopfhörerverstärker/DAC-Kombi in Form des aune T1SE MKIII zeigte eine zufriedenstellende Lösung. Das Teil sieht auch noch hübsch auf dem Schreibtisch aus und ist ein Röhrenhybrid. Also ein Teil des integrierten Verstärkers wird über eine Elektronenröhre realisiert. Das läd zum experimentieren ein. Denn Röhren unterscheiden sich etwas im Klang je nach Hersteller. Natürlich habe ich getestet. Eine Empfehlung war eine 6N23P-EV. Die passt für mich perfekt und löst deutlich besser auf als die im Lieferumfang des T1SE mitgeführte Electro Harmonix.</p>
<h3><em>Glühende Verstärkung</em></h3>
<p>Die Wandlung stimmte nur der Sound war noch nicht rund. Ein für mich zu helles Klangbild und zu wenig Bühne. Gerade die Bühne war doch die Paradedisziplin des HD800. Obwohl ich anfänglich gar keine Lust darauf hatte, wieder mit Kopfhörerverstärkern zu experimentieren, machte es am Ende doch wieder einfach nur Spaß. Ich hatte ja bereits Bekanntschaft mit den Verstärkern von Lake People / Violectric gemacht und so fiel meine Wahl auch gleich auf diese. Erstmal den kleinen geordert, den Lake People G103 S und ja, es wurde ein Stück besser. Die Tonalität schob sich etwas in meine gewünschte Richtung und der Detailreichtum wuchs. (btw bekommt der G103 meine vollste Empfehlung für den Preis) Nun war die Überlegung den großen G109 P oder doch die Premiummarke Violectric in Form der HPA V100 und V200? Der Violectric HPA V200 gilt ja als die top Empfehlung für den HD800. Irgendwie wurde ich aber das Gefühl nicht los, dass ein Transistorverstärker nicht das ist, was ich suche. Da fiel mir der Cayin HA-1A ein, den ich mit einem Freund damals in Berlin hören konnte. Ein wunderschöner Röhrenkopfhörerverstärker mit unglaublichen Leistungsreserven. Und ja, genau der sollte es werden. Die Kombination aus dem Röhrenhybrid aune T1SE MKIII + Cayin HA-1A + Sennheiser HD800 erfüllt alle meine Vorstellungen. Perfekte Tonalität gepaart mit einer realen Bühnendarstellung und sehr hohem Detailreichtum ohne den Fokus zu sehr auf die ganzen Mikrodetails zu lenken. Was für mich der Vorteil eines Röhrenamps im Vergleich zu Transistorenamps ist, ist ganz klar die authentischere Wiedergabe. Ein Transistoren Verstärker erklingt irgendwie zu technisch für meinen Geschmack. Wie soll ich das ausdrücken? Er klingt sauberer und punchiger als ein Röhrenamp. Viele mögen das. (Eine CD gibt auch ein technisch besseres Signal wieder als eine Schallplatte. Trotzdem macht die Schallplatte einfach mehr richtig für meinen Geschmack als digitale Konserven.) Ich finde auch, dass gerade in Bezug auf handgemachte Musik, diese nicht technisch klingen soll. Also nicht nach dem Motto, wir als Hersteller zeigen was möglich ist. Ich versuch es mal so: bis ein Lied den Weg auf den eigenen Rechner/Handy/DAP gefunden hat, durchläuft es viele technische Stationen. Angefangen vom Mikrofon in das gesungen wird, über das Mischpult, Effekte, Kompressoren, Bandsättigung, Samplingratenkonvertierung und und und. Da wird dann mit viel technischem Aufwand versucht, gerade Stimmen, in eine bestimmte Richtung zu drücken. Eben, mit viel technischem Aufwand. Bei einem richtig guten Transistoramp wird mir dieser technische Einsatz viel deutlicher bewusst. Der HD800 zeigt dir das einfach. Ein Röhrenamp ist in der Darstellung der Transienten weicher, er klingt wärmer, nimmt der Stimme das kühle technische etwas ab &#8211; kommt näher zurück an den Ursprung. Hinzu kommt, dass so ein Röhrenamp &#8222;lebt&#8220;. Der muss ja erstmal etwas auf Temperatur kommen, um möglichst gut zu klingen. Wenn kein Sound spielt und ich die Kopfhörer schon auf habe, weil ich einfach nicht warten will, höre ich regelrecht wie der HA-1A sich bereit macht. Da gibt es vereinzelt leise Töne, die nach einem Glöckchen klingen. Das hat wohl mit der Mikrofonierung der Röhren und der Ausdehnung durch Wärme zu tun. Das hat irgendwie was. Ich vergleiche gerne mit High-Res Aufnahmen, die ich mit einem Zoom H1 gemacht habe, von Stimmen, die ich nahezu täglich höre. Dadurch kann ich Equipment sehr gut einschätzen. Egal ob Kopfhörer oder Lautsprecher. Nichts klang bis zum HD800 + HA-1A so nah an der Wirklichkeit! Das gehörte wirkt teils so real, dass meine Fußsohlen anfangen im Takt der Bassdrum zu krabbeln. Man kennt das von Konzerten oder dem Clubbesuch wenn der Boden resoniert. So sehr wird mein Körper verarscht. Ich finde das beeindruckend und auch witzig.</p>
<h3><em>Wo Sonne scheint, da fällt auch Schatten</em></h3>
<p>Klar gibt es auch an dieser traumhaften Kombination negative Kritikpunkte für mich.</p>
<ul>
<li>der pekuniäre Aufwand ist nicht ohne, aber das haben Hobbies so an sich</li>
<li>das Kabel des HD800 ist störrig und nervig</li>
<li>auch wenn der HA-1A hier viel geholfen hat neigt der Kopfhörer bei spitzen Aufnahmen etwas zum zischeln bei Sibilanten</li>
<li>der HA-1A ist ein Class-A Verstärker &#8211; ergo er brauch viel Strom und wird richtig warm / fast heiß</li>
<li>der Kopfhörerverstärker hat ein klar erkennbares Grundrauschen</li>
<li>Elektronenröhren haben eine deutlich begrenzte Lebenszeit</li>
</ul>
<p>Das sind alles Dinge mit denen ich klar kommen muss und auch will. Der Genuss entschädigt und lässt diese Punkte nahezu verschwinden. Noch ein paar Worte an die Leute, die glauben, dass es keine klanglichen Unterschiede bei Elektronenröhren oder Verstärkern gibt. Ich sag nur &#8222;a wire with gain&#8220;, sucht euch ein anderes Hobby. Ich verstehe diese Einstellung nicht. Wie langweilig wäre die audiophile Welt, wenn alles nach Objective2 klingen würde. Natürlich feintunen die Hersteller ihre Produkte um vom Sound her ein gewisses Publikum anzusprechen. Die einzigen zwei Verstärker, die ich beim besten Willen damals am Hifiman HE-500 nicht auseinander halten konnte waren der Violectric HPA V100 und der größere V200. Sonst höre ich persönlich immer Unterschiede bei DAC, Elektronenröhren oder Kopfhörerverstärkern. Die sind natürlich klein im Vergleich zu zwei unterschiedlichen Kopfhörern. Manchmal habe ich auch einen schlechten Tag und&nbsp; höre weniger heraus. Entweder sind die Ohren etwas taub, die Konzentration weg oder zu viel &#8222;Lärm&#8220;-Smog. Am besten klingen offene Kopfhörer immer noch nachts. Mal drauf achten.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.sandro-metzlaff.de/blog/kopfhoerer-endgame-1539/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
