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		<title>Goldring 1042</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2021 13:23:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heute beginne ich wieder mit einer Zeitreise. Wir schauen sehr weit zurück in die Vergangenheit.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute beginne ich wieder mit einer Zeitreise. Wir schauen sehr weit zurück in die Vergangenheit. Zum Anfang von allem. Die Entstehung von Zeit und Raum. Wir starten, als das Nichts plötzlich nicht nichts mehr war. Indem ein unendlich kleiner Punkt sich aufmachte unvorstellbar große Ausmaße anzunehmen und eine winzig Störung in der Imperfektion der Supersymmetrie aus Materie und Antimaterie dazu führte, das Elementarteilchen entstanden. Protonen und Elektronen, die die ersten Elemente formten &#8211; Wasserstoff und Helium. Sehr viel davon. Diese Gase kumulierten und verdichteten sich an einigen Orten. Immer weiter, bis sie so heiß waren, dass sich die ersten Gebilde, die wir Sterne nennen entstanden. Sternengenerationen später verschmelzen diese Kernfusionsreaktoren auch heute, 13,8 Milliarden Jahre nach dem Urknall, in ihrem Inneren aus zwei Wasserstoffatomen + einem Proton ein Heliumatom. Aus Heliumatomen entstehen Kohlenstoffatome und so weiter. Doch Sterne haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Je größer sie sind, umso kürzer fällt diese aus. Irgendwann geht ihnen die Puste aus und sie zerbersten mit der größten, der Menschheit bekannten Explosion &#8211; einer Supernova. Dadurch verstreuen sich die erbrüteten Elemente im All und sammeln sich an andere Stelle erneut, um den Zyklus von neuem zu beginnen. Nach jedem Zyklus gibt es aber kleine Veränderungen, die dazu führten, dass sich um diese Sterne Planeten bildeten. Auf einem wohnen bekanntlich wir. Im Inneren unseres Planeten wurde der Kohlenstoff schließlich weiter bearbeitet. Durch großen Druck und enorme Hitze verdichteten sich die Kohlenstoffatome zu etwas, das wir als Diamanten bezeichnen. Von Vulkanen aus dem Inneren nach oben befördert und von Menschen aus dem erkalteten Gestein gesprengt, landete ein winziger Diamantsplitter nun bei mir. Er ist in einen kleinen Metallträger eingelassen und dieser wiederum in einen Tonabnehmer montiert. Einem <em>Goldring 1042</em>. </p>



<p>Ich hoffe, die Einleitung war nicht allzu lang und auch, dass ich nichts durcheinander gebracht habe. Man denkt aber mMn viel zu selten darüber nach, welchen Ursprung so mancher alltägliche Gegenstand hat. Der Gedanke, dass man mit Sternenstaub seine Schallplatten anhören kann ist doch bezaubernd. (Eigentlich besteht ja alles aus Sternenstaub. Auch du und ich.) </p>



<p>Dieser kleine Diamant am Goldring 1042 bereitet mir gerade viel Freude. Soviel sei schon mal vorab verraten. </p>


<figure id="attachment_3191" aria-describedby="caption-attachment-3191" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Goldring-1042.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-3191 size-full" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Goldring-1042.jpg" alt="" width="1920" height="1080" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Goldring-1042.jpg 1920w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Goldring-1042-460x259.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Goldring-1042-1024x576.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Goldring-1042-768x432.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Goldring-1042-1536x864.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3191" class="wp-caption-text">Nadel: Goldring 1042</figcaption></figure>


<p>Ich komme ja eigentlich aus der Ortofon-&#8222;Ecke&#8220;. Mit den Nadelsystemen vom Dänischen Hersteller habe ich bis jetzt die meisten Erfahrungen sammeln können. Auch wenn da sicherlich noch viel Luft nach oben ist. Mein aktuelles Hauptsystem jedenfalls ist ein <em>VM Silver</em>. Ein wunderbar feinzeichnendes System, an dem ich viel Freude beim Musikhören erfahre. Jedoch bekam ich nach zwei Jahren der Nutzung Lust auf etwas Abwechslung. Das verhält sich da bei mir wie mit Kopfhörern. Ich besitze mittlerweile so viele tolle Exemplare, dennoch verspüre ich von Zeit zu Zeit das Verlangen auf ein neues Model. Dabei geht es mir nicht um gut oder schlecht, sondern darum, meine Leidenschaft zu erweitern. Die Vorliebe ist dann Tagesform abhängig. Mal einen offen Kopfhörer, mal einen geschlossenen, heute den neutral abgestimmten, an einem anderen Tag den mit der Portion Extraspaß. <br>Das Variieren kam mir bei meiner schmalen Auswahl an Tonabnehmern zu kurz. Als Kontrast zum nüchtern aufspielendem <em>Silver</em> fehlte ein spritziger Gegenpaart. Also vertieft man sich, wie heutzutage üblich, in erkenntnissuchende Internetrecherche. Es gibt ja doch eine recht große kaufbare Auswahl und man will sich dabei nach Möglichkeit nicht vergreifen. Ich liebäugle bereits geraume Zeit mit einem <em>Ortofon 2M Black</em>. Das u.a. durch einen berühmten Shibata-Nadelschliff etwas voller vom Grundton als das <em>Silver</em> ist. Der Preis war mir aber immer etwas zu üppig. Frisch entdeckte ich nun das <em>Audio Technica VM 95 SH</em>. Ebenfalls mit einer Shibata-Nadel und das mit Kampfpreisansage. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich jedoch bereits das <em>Goldring 1042</em> geordert. Jenes Nadelsystem war ebenfalls schon lange auf meiner Tonabnehmer (TA ) &#8211; Wantlist.  </p>


<p><a href="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3539-Bearbeitet-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3197" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3539-Bearbeitet-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3539-Bearbeitet-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3539-Bearbeitet-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3539-Bearbeitet-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3539-Bearbeitet-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3539-Bearbeitet-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3539-Bearbeitet-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></a></p>


<p>Das 1042 von der Firma Goldring ist das Spitzenmodel der 1000er Serie, die in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts auf den Markt kam. Es genießt große Beliebtheit und verspricht eine wunderbare Performance. Dieser kleine Tonabnehmer kommt sicher fixiert in einer robusten hexagonalen Schatulle zum Käufer. In dieser befinden sich noch Schrauben, ein kleiner Maulschlüssel und ein Innensechskantschlüssel (Inbus) zur Montage. Ich hatte mir separat noch eine an Goldfarbe angelehnte SME-Headshell besorgt. Die Einbringung in diese verlief problemlos. Die Justage war ebenfalls zügig erledigt. Ich hatte reichlich Glück, denn beim Montieren traf ich zufällig gleich die richtige Stelle für die zwei Nullpunkte. Ich musste die Schrauben, nach der Kontrolle mittels Schablone, nur noch ordentlich festziehen. Ist mir so auch noch nicht passiert. Man liest zum 1042 oft, dass man sich bei der Justage Zeit nehmen und sehr genau einstellen soll. Das lese ich aber gefühlt zu jedem zweiten Tonabnehmer im Netz. Prinzipiell ist eine exakte Justage des Tonabnehmers Pflicht. Das bedeutet korrekter Azimut (°), korrekter Überhang (°), waagerechte Tonarmhöhe (°), empfohlene Auflagekraft (g), Anti-Skating (g) und Abschlusskapazität (pF). Stimmt einer dieser Werte nicht, ändert sich sofort das Klangbild. Das kann in seltenen Fällen gewünscht sein, wenn man weiß, was man da tut, in der Regel verschlechtert sich jedoch der Klang. Also Obacht! </p>



<p>Sicherlich gibt es da tolerantere TA und weniger tolerante. Denn das hängt wiederum im Wesentlichen vom Nadelschliff ab. Dieser entscheidet maßgeblich, wieviel Oberfläche der Schallplattenrille, wie abgetastet wird. Je aufwändiger der Schliff des Diamanten, umso teurer ist er. Die Nadelspitze ist deshalb auch der Hauptgrund für die verlangten Preise der Nadelsysteme. Die Generatoren der Tonabnehmer spielen da eine eher untergeordnete Rolle. Das erkennt man z. Bsp. daran, dass der Neupreis für das Goldring 1042 bei 349€ liegt und der Preis allein für die Ersatznadel bei 280€. Das verhält sich bei den extremen Preisen im High-End-Bereich wieder anders. Dort spielen mehrere Faktoren entscheidende Rollen. Nadelträger, Korpus, Marketing, usw.</p>



<p>Das hier vorliegende Goldring System besitzt jedenfalls einen aufwändigen &#8222;Gyger S&#8220;-Schliff am Diamanten. Diese besondere Schliffvariante zeigt sehr ausladende Flanken. Die Intention dahinter war, dem Schneidstichel in der Schallplattenfabrikation so nah wie möglich zu kommen und somit viel Klanginformation aus der Rille zu ziehen. </p>


<figure id="attachment_3200" aria-describedby="caption-attachment-3200" style="width: 547px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Copy-vinylenigine.com_.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3200 size-full" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Copy-vinylenigine.com_.jpg" alt="" width="547" height="641" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Copy-vinylenigine.com_.jpg 547w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Copy-vinylenigine.com_-460x539.jpg 460w" sizes="(max-width: 547px) 100vw, 547px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3200" class="wp-caption-text">Bild von vinylengine.com</figcaption></figure>
<figure id="attachment_3223" aria-describedby="caption-attachment-3223" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Ortofon-VM-Silver.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3223" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Ortofon-VM-Silver.jpg" alt="" width="1920" height="1080" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Ortofon-VM-Silver.jpg 1920w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Ortofon-VM-Silver-460x259.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Ortofon-VM-Silver-1024x576.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Ortofon-VM-Silver-768x432.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/Ortofon-VM-Silver-1536x864.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3223" class="wp-caption-text">Nadel: Ortofon VM Silver</figcaption></figure>


<p>Wie man unschwer auf den Bildern erkennen kann, sollte bei Diamanten mit Fritz Gyger-Schliff die Justage schon penibel genau ausfallen. Das betrifft ebenso die teuren MicroLine, Shibata, v.d.Hul &#8211; Diamantschliffe. Wie bereits erwähnt, handhabe ich das generell so, auch bei den tendenziell eher unkritischen, konisch oder elliptisch gefeilten Abtastnadeln. Man möchte Nadel und Platte doch möglichst lange erhalten und schonen, sowie die bestmögliche Klangqualität erhalten. Die Nadel des Ortofon VM Silver formt btw. einen &#8222;Gyger I&#8220;-Schliff. Dieser besitzt nicht ganz die große Nadelverrundung des &#8222;Gyger S&#8220;. (70µm zu 100µm) Was dahingehend interessant ist, da eine moderne Stereorille eine Breite von gerade mal 40-50µm aufweist. (Ich habe allerdings auch schon gelesen, dass das &#8222;Gyger S&#8220; gar eine große Verrundung von 120µm besitzen soll. Wer mehr dazu weiß, einfach einen Kommentar dalassen. Für mich ist die Nadelradienthematik noch neu. Ich lerne gern dazu.)</p>



<p>Ist die Justage zur Zufriedenheit erledigt kommt es nun auf die Audiokette an, wie ein neuer Tonabnehmer ertönt. An erster Stelle ist hier logischerweise der Plattenspieler ins Auge zu fassen. Bei diesem hauptsächlich interessant für den TA: der Tonarm. Das 1042 gehört an einen mittelschweren Tonarm. Das sind glücklicherweise die häufigsten Vertreter. An dem mittelschweren Tonarm von meinem Technics SL1210MK7 fühlt sich das System jedenfalls wohl. Beim Goldring TA wird von manchem Nutzer angeführt, dass der Systemkorpus auf der Platte aufliegen kann. Das konnte ich so nicht beobachten. Bei mir ist genug Luft darunter, auch für wellige Schallplatten. Eventuell ist bei diesen Usern der Tonarm zu schwer und die Nadelnachgiebigkeit dafür zu hoch? Stimmt die Tonarmhöhe?</p>



<p>Als Auflagekraft gibt der Hersteller einen Bereich zwischen 1,5g und 2,0g an. Die Firma Goldring empfiehlt die goldene Mitte von 1,75g. Ich habe mit den drei genannten Werten etwas herumexperimentiert. Für mich klingt das Goldring 1042 am Besten mit 1,5g Auflagekraft. Es löst besser auf, ist aber dennoch weniger scharf in den hohen Frequenzen. Aus den 1,5g Auflagekraft resultiert typischerweise eine Anti-Skating Einstellung von 1,5. </p>



<p>Die nächste Größe, auf die es zu achten gilt, ist die Abschlusskapazität oder auch kapazitative Last. Dabei handelt es sich quasi um eine Art elektrischen Widerstand im Audiosystem. Die sensiblen Tonabnehmer reagieren auf einen, die Herstellerempfehlung über- oder unterschreitenden Wert, mit einem zu hellen Klangbild beispielsweise, welches dann auch zum Zischeln der Sibilanten neigen kann. Für die Berechnung fasst man zusammen: 1. die Tonarmverkabelung <strong>+</strong> 2. Audiokabel zwischen Plattenspieler und Phono-Vorverstärker <strong>+</strong> 3. Phono-Vorverstärker. Macht bei meinem System: 1. (~20pF) <strong>+</strong> 2. (~80pF) <strong>+</strong> 3. (~100pF) <strong>=</strong> ~200pF. Das ist auch der empfohlene Höchstwert. Den Bereich für die kapazitative Last benennt Goldring zwischen 150pF &#8211; 200pF. Das ist schon recht wenig.</p>



<p>Weiter in der Audiokette geht es mit dem Phono-Vorverstärker. Der Goldring 1042 Tonabnehmer ist ein Moving Magnet (MM) induzierendes Abtastsystem. Demzufolge benötigt man einen MM unterstützenden Phono-Vorverstärker. Ich nutze einen <em>GramAmp 2</em> von Graham Slee Audio.  </p>



<p>Alles was in der Audiokette danach kommt, kann keinen direkten Einfluss mehr auf das Nadelsystems nehmen. Natürlich kann ein an den Phono-Vorverstärker angeschlossenen Vollverstärker denn Klang beeinflussen. Genauso und noch mehr, ein anderes Paar Lautsprecher oder Kopfhörer, aber eben nicht mehr unmittelbar rückkoppelnd. Warum erzähle ich das alles so ausführlich? Zum einen, um eine gewisse Referenz und Überblick zu bieten und weiter, um nochmal aufzuzeigen, dass die Klangbeschreibungen, die ich nachfolgend zum 1042 berichten werde, von vielen Faktoren abhängig sind. Die bereits weiter oben erwähnten und solche, von denen ich hier gar nicht erst anfangen mag. Stichworte: Raumakustik, subjektives Hörvermögen, usw. </p>


<p><a href="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3498-Bearbeitet-scaled.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3209" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3498-Bearbeitet-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3498-Bearbeitet-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3498-Bearbeitet-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3498-Bearbeitet-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3498-Bearbeitet-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3498-Bearbeitet-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2021/03/A7M3498-Bearbeitet-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></a></p>


<p>Die Testbedingungen: Die Hörprobe fand mit gerippten Vinyl-Aufnahmen statt. Ich war natürlich gespannt, wie der neue Tonabnehmer in direkter Gegenüberstellung zum VM Silver abtastet. Um also schnell an bestimmten Passagen wechseln zu können, habe ich direkt von Schallplatte einige Lieder aufgezeichnet. So muss ich nicht jedes Mal fix den TA tauschen und nachjustieren. Abgehört über Beyerdynamic DT 880 Pro Kopfhörer. Angeschlossen an einem RME ADI2 DAC FS. <br>Bei der Auswahl der Schallfolien musste ich etwas umdenken. Ich gehe davon aus, dass du nicht unbedingt weißt, wer Setaoc Mass, Onmutu Mechanicks, Shifted oder Extrawelt sind. Demzufolge habe ich mal in meiner kleinen Rock und Pop Selektion gestöbert. Die Wahl fiel auf: <em>&#8222;Queen &#8211; The Greatest Hits&#8220;, &#8222;Alphaville &#8211; Forever Young&#8220;</em> (Remastert) und <em>&#8222;Still Corners &#8211; Strange Pleasures&#8220;</em>. </p>



<p>Was mir gleich unmittelbar auffiel, war das insgesamt kräftige Klangbild des Goldring 1042. Es erwirkt sofort eine zustimmende Mimik im Gesicht. Trotz der vielen Details, die einem ins Ohr fließen, bleibt der Spaß erhalten. Das VM Silver im Vergleich wirkt da deutlich analytischer und auf den mittleren Frequenzbereich konzentriert. Man könnte schon sagen &#8222;dünn&#8220;. Da liegt der Stimmenbereich meines Erachtens im Hauptfokus. Bass- und Höhenbereich fallen etwas dahinter zurück. Allerdings nur bezogen auf die Amplitude, nicht die Auflösung. Dies war mir nie so deutlich aufgefallen. Erklärt nun allerdings meinen Wunsch nach einem TA mit mehr Fülle. Auch zieht einen der Goldring Tonabnehmer mehr in die Musik. Das liegt nicht nur an dem runderen, spritzigeren Frequenzgang, sondern auch an der etwas weniger weiten Bühnendarstellung. Das 1042 packt das Geschehen schon spürbar näher an den Zuhörer. Die Ortbarkeit von Instrumenten, Klangverläufen von links nach rechts, Hallfahnen, sowie Zweit-, oder Drittstimmen sind mit beiden Tonabnehmern auf einem sehr hohen Niveau. Da nimmt kein TA dem anderen die Butter vom Brot. Gerade <em>Queen</em> experimentierten bekanntlich viel mit Sounds. Diesen Arrangements zu folgen macht schon Laune. Mit dem Goldring wirken diese subjektiv ansprechender. Der Britische TA präsentiert im Vergleich zum Dänischen einen merklich hervorgehobenen Hochtonbereich. Der ist beim Silver nicht so prägnant, scheint aber trotzdem etwas besser aufzulösen. Kann aber auch schlicht an der unterschiedlichen Abstimmung des Tonabnehmers liegen. Jedenfalls kann das Goldring Abtastsystem, bei hohen Lautstärken, <em>Mercurys</em> Stimme im überschneidenden Verbund mit HiHat oder Cymbal etwas spitz erklingen lassen. Der Beyer DT 880 besitzt aber auch allein schon ein recht höhenbetontes Klangbild. Das sollte man da mit einkalkulieren.</p>



<p>Jetzt wo ich das Goldring 1042 und das Ortofon VM Silver so gegenüberstelle, würde ich dem 1042 mehr Allrounderqualität attestieren. Damit sollte sich so ziemlich alles hervorragend abspielen lassen. Rock, Pop, Jazz und für mich sehr relevant, Elektronische Musik. Gerade deshalb werde ich es in Zukunft dem Ortofon TA vorziehen. Der Techno, den ich höre, darf schon saftig knallen. Das VM Silver ist da mehr der sensible Feingeist. Es macht vieles richtig gut, aber traut sich nicht mal schön beherzt den Sound anzupacken. Diese Eigenschaft harmoniert wiederum besser mit den <em>Alphaville</em> und <em>Still Corners</em> Scheiben, wie ich finde. Die softigen Titel darauf gefallen mir so sanft geriert eher. Es ist also wie immer alles Geschmackssache. Im Hörtest fiel mir zudem noch auf, das das Goldring System lauter ist, als das von Ortofon. Das bestätigte der Blick in die technischen Daten &#8211; 6,5mV zu 3mV. </p>



<p>Das ist dann auch meine Erkenntnis zum 1042 von Goldring. Ein schönes Allroundersystem, das Musik wunderbar packend präsentiert und dadurch schon mal schnell ein mitwippendes Körperteil hervorruft. <br>Jepp, der Preis ist für ein MM-TA schon recht hoch, es bietet jedoch auch viel. Das Nadelsystem ist beispielsweise einem <em>Ortofon 2M Red</em> oder <em>2M Blue</em> mMn in allen klanglichen Bereichen überlegen. Es hat schon seine Richtigkeit, dass das System so beliebt und lange auf dem Markt ist. Ich bereue den Kauf jedenfalls nicht.</p>
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		<title>Kopfhörer Endgame</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jul 2018 19:24:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Urknall Kopfhörer sind schon so eine Sache. Der eine liebt sie, ein anderer hasst&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1540" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg" alt="" width="1620" height="1080" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg 1620w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1620px) 100vw, 1620px" /></a></h3>
<h3><em>Der Urknall</em></h3>
<p>Kopfhörer sind schon so eine Sache. Der eine liebt sie, ein anderer hasst sie aber für die meisten sind die kleinen Kopflautsprecher doch nur ein gewöhnlicher Gebrauchsgegenstand, der irgendwo in einer Tasche vergraben die meiste Zeit herumexistiert. Ich gehöre ganz klar zur ersten Kategorie. Denn nur Kopfhörer schaffen diese unglaublich intime Atmosphäre und das unabhängig davon, wo man sich gerade befindet. Die Raumeigenschaften spielen, insbesondere bei gut isolierenden Kopfhörern, nahezu keine Rolle. Der erste Kopfhörer, der mir irgendwie im Gedächtnis geblieben ist, war Mitte der 90er ein Vivanco. An das genaue Model kann ich mich nicht erinnern. Aber das Teil hatte einen Sound, wie ich ihn vorher so noch nicht gehört hatte. Ich kannte bis dahin nur die mitgelieferten Kopfhörer von Walkmans/Discmans. Diese kleinen schwarzen Teile mit dem silbernen Bügel und den Schaumstoff-Polstern. Die gibt&#8217;s auch heute noch in Flugzeugen zu kaufen. Der Vivanco hatte einen satten Sound mit Lautstärkerregulierung am Kabel und, damals noch viel wichtiger, einen Schalter für &#8222;Super Bass&#8220;. Denn die Eurodance Sachen, die ich damals hörte, waren recht dünn abgemischt. Der Kopfhörer erlag dann recht schnell einem Kabelbruch und das Thema hatte sich erstmal erledigt. 2002 erstand ich im Media Markt einen Sony MDR V300. Der beeindruckte mich damals ungemein und ich glaubte, viel mehr geht da nicht. Erst nachdem ich einige unterschiedlich DJ-Kopfhörer durchprobiert hatte erkannte ich da einiges an Potenzial. Mein erstes wirkliches Highlight war 2010 ein AKG K701. Von da an waren Kopfhörer für mich mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand &#8211; sie wurden zu einer Leidenschaft.</p>
<p>Was hatte ich nicht alles schon auf dem Kopf. Unterschiedliche Modelle jeweils von: AKG, Audeze, Beyerdynamic, Fostex, Hifiman, Klipsch, KRK, Oppo, Pioneer, Sennheiser, Sony, Stagediver, Stax, Shure, Technics und Ultrasone + die, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Von diesen gefühlt 100 unterschiedlichen Modellen sind mir einige wenige ans Herz gewachsen. Das sind ganz klar die Elektrostaten der Firma Stax (SR-207 bis SR-507, SR-007), die Magnetostaten von Hifiman (HE-4, HE-6, HE-500), AKG (K181 DJ, Q701), Audezes Magnetostaten (LCD-2, LCD-3), Fostex (TH-900), Sennheiser HD-25 sowie der Stagediver SD-2. Mein absoluter Liebling aber ist der Sennheiser HD800. Den hörte ich mal im Hifiladen in Berlin und es war Liebe auf den ersten Ton.</p>
<h3><em>It&#8217;s coming home</em></h3>
<p>Der HD800 ließ mich seit dem nie los. Irgendwann nun hatte ich mal Glück ihn günstig und in super Kondition in den ebay-Kleinanzeigen zu schießen. Als ich den Hörer endlich mal wieder aufsetzen konnte, entstand auch gleich dieses tolle Gefühl, den richtigen gefunden zu haben. Allerdings fehlte mir etwas am Sound das in Berlin nicht fehlte und mich fast dazu brachte den Sennheiser wieder zu verkaufen. Was ich in den nächsten Wochen erst herausfinden musste, war, dass der HD800 sehr wählerisch in der Auswahl eines geeigneten Kopfhörerverstärkers ist. Ja, richtig, mit einem Kopfhörer allein ist es nicht getan. Schon gar nicht bei einem so feinen Gerät wie dem HD800. Das Thema war mir allerdings schon bekannt, da die Hifimänner damals um 2011 nicht anders waren und spezielle Kopfhörerverstärker mit richtig Bumms am Ausgang brauchten. 2 Watt in 50 Ohm war die Mindestanforderung! Nun höre ich mit dem Sennheiser ausschließlich Konserven vom PC. Also benötigt man noch einen hochauflösenden Digital zu Analog Wandler. Kurz DAC. Ich hatte bereits Erfahrungen mit den Teilen von Audioquest &#8211; Dragonfly, Meridian Explorer &#8211; 1 und 2, Musical Fidelity &#8211; irgendwas, ifi nano IDSD und Rega. Mal abgesehen von dem Rega-DAC konnte keiner der eben genannten Wandler den Sennheiser zum glänzen bringen und den Rega-DAC besitze ich schon eine Weile nicht mehr. Man merkte einfach, dass das nicht alles sein kann, was der HD800 zu leisten vermag. Erst die Kopfhörerverstärker/DAC-Kombi in Form des aune T1SE MKIII zeigte eine zufriedenstellende Lösung. Das Teil sieht auch noch hübsch auf dem Schreibtisch aus und ist ein Röhrenhybrid. Also ein Teil des integrierten Verstärkers wird über eine Elektronenröhre realisiert. Das läd zum experimentieren ein. Denn Röhren unterscheiden sich etwas im Klang je nach Hersteller. Natürlich habe ich getestet. Eine Empfehlung war eine 6N23P-EV. Die passt für mich perfekt und löst deutlich besser auf als die im Lieferumfang des T1SE mitgeführte Electro Harmonix.</p>
<h3><em>Glühende Verstärkung</em></h3>
<p>Die Wandlung stimmte nur der Sound war noch nicht rund. Ein für mich zu helles Klangbild und zu wenig Bühne. Gerade die Bühne war doch die Paradedisziplin des HD800. Obwohl ich anfänglich gar keine Lust darauf hatte, wieder mit Kopfhörerverstärkern zu experimentieren, machte es am Ende doch wieder einfach nur Spaß. Ich hatte ja bereits Bekanntschaft mit den Verstärkern von Lake People / Violectric gemacht und so fiel meine Wahl auch gleich auf diese. Erstmal den kleinen geordert, den Lake People G103 S und ja, es wurde ein Stück besser. Die Tonalität schob sich etwas in meine gewünschte Richtung und der Detailreichtum wuchs. (btw bekommt der G103 meine vollste Empfehlung für den Preis) Nun war die Überlegung den großen G109 P oder doch die Premiummarke Violectric in Form der HPA V100 und V200? Der Violectric HPA V200 gilt ja als die top Empfehlung für den HD800. Irgendwie wurde ich aber das Gefühl nicht los, dass ein Transistorverstärker nicht das ist, was ich suche. Da fiel mir der Cayin HA-1A ein, den ich mit einem Freund damals in Berlin hören konnte. Ein wunderschöner Röhrenkopfhörerverstärker mit unglaublichen Leistungsreserven. Und ja, genau der sollte es werden. Die Kombination aus dem Röhrenhybrid aune T1SE MKIII + Cayin HA-1A + Sennheiser HD800 erfüllt alle meine Vorstellungen. Perfekte Tonalität gepaart mit einer realen Bühnendarstellung und sehr hohem Detailreichtum ohne den Fokus zu sehr auf die ganzen Mikrodetails zu lenken. Was für mich der Vorteil eines Röhrenamps im Vergleich zu Transistorenamps ist, ist ganz klar die authentischere Wiedergabe. Ein Transistoren Verstärker erklingt irgendwie zu technisch für meinen Geschmack. Wie soll ich das ausdrücken? Er klingt sauberer und punchiger als ein Röhrenamp. Viele mögen das. (Eine CD gibt auch ein technisch besseres Signal wieder als eine Schallplatte. Trotzdem macht die Schallplatte einfach mehr richtig für meinen Geschmack als digitale Konserven.) Ich finde auch, dass gerade in Bezug auf handgemachte Musik, diese nicht technisch klingen soll. Also nicht nach dem Motto, wir als Hersteller zeigen was möglich ist. Ich versuch es mal so: bis ein Lied den Weg auf den eigenen Rechner/Handy/DAP gefunden hat, durchläuft es viele technische Stationen. Angefangen vom Mikrofon in das gesungen wird, über das Mischpult, Effekte, Kompressoren, Bandsättigung, Samplingratenkonvertierung und und und. Da wird dann mit viel technischem Aufwand versucht, gerade Stimmen, in eine bestimmte Richtung zu drücken. Eben, mit viel technischem Aufwand. Bei einem richtig guten Transistoramp wird mir dieser technische Einsatz viel deutlicher bewusst. Der HD800 zeigt dir das einfach. Ein Röhrenamp ist in der Darstellung der Transienten weicher, er klingt wärmer, nimmt der Stimme das kühle technische etwas ab &#8211; kommt näher zurück an den Ursprung. Hinzu kommt, dass so ein Röhrenamp &#8222;lebt&#8220;. Der muss ja erstmal etwas auf Temperatur kommen, um möglichst gut zu klingen. Wenn kein Sound spielt und ich die Kopfhörer schon auf habe, weil ich einfach nicht warten will, höre ich regelrecht wie der HA-1A sich bereit macht. Da gibt es vereinzelt leise Töne, die nach einem Glöckchen klingen. Das hat wohl mit der Mikrofonierung der Röhren und der Ausdehnung durch Wärme zu tun. Das hat irgendwie was. Ich vergleiche gerne mit High-Res Aufnahmen, die ich mit einem Zoom H1 gemacht habe, von Stimmen, die ich nahezu täglich höre. Dadurch kann ich Equipment sehr gut einschätzen. Egal ob Kopfhörer oder Lautsprecher. Nichts klang bis zum HD800 + HA-1A so nah an der Wirklichkeit! Das gehörte wirkt teils so real, dass meine Fußsohlen anfangen im Takt der Bassdrum zu krabbeln. Man kennt das von Konzerten oder dem Clubbesuch wenn der Boden resoniert. So sehr wird mein Körper verarscht. Ich finde das beeindruckend und auch witzig.</p>
<h3><em>Wo Sonne scheint, da fällt auch Schatten</em></h3>
<p>Klar gibt es auch an dieser traumhaften Kombination negative Kritikpunkte für mich.</p>
<ul>
<li>der pekuniäre Aufwand ist nicht ohne, aber das haben Hobbies so an sich</li>
<li>das Kabel des HD800 ist störrig und nervig</li>
<li>auch wenn der HA-1A hier viel geholfen hat neigt der Kopfhörer bei spitzen Aufnahmen etwas zum zischeln bei Sibilanten</li>
<li>der HA-1A ist ein Class-A Verstärker &#8211; ergo er brauch viel Strom und wird richtig warm / fast heiß</li>
<li>der Kopfhörerverstärker hat ein klar erkennbares Grundrauschen</li>
<li>Elektronenröhren haben eine deutlich begrenzte Lebenszeit</li>
</ul>
<p>Das sind alles Dinge mit denen ich klar kommen muss und auch will. Der Genuss entschädigt und lässt diese Punkte nahezu verschwinden. Noch ein paar Worte an die Leute, die glauben, dass es keine klanglichen Unterschiede bei Elektronenröhren oder Verstärkern gibt. Ich sag nur &#8222;a wire with gain&#8220;, sucht euch ein anderes Hobby. Ich verstehe diese Einstellung nicht. Wie langweilig wäre die audiophile Welt, wenn alles nach Objective2 klingen würde. Natürlich feintunen die Hersteller ihre Produkte um vom Sound her ein gewisses Publikum anzusprechen. Die einzigen zwei Verstärker, die ich beim besten Willen damals am Hifiman HE-500 nicht auseinander halten konnte waren der Violectric HPA V100 und der größere V200. Sonst höre ich persönlich immer Unterschiede bei DAC, Elektronenröhren oder Kopfhörerverstärkern. Die sind natürlich klein im Vergleich zu zwei unterschiedlichen Kopfhörern. Manchmal habe ich auch einen schlechten Tag und&nbsp; höre weniger heraus. Entweder sind die Ohren etwas taub, die Konzentration weg oder zu viel &#8222;Lärm&#8220;-Smog. Am besten klingen offene Kopfhörer immer noch nachts. Mal drauf achten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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