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	<title>review &#8211; Attix Blog</title>
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		<title>Korg NTS-2 Oszilloskop</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jul 2024 13:09:24 +0000</pubDate>
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<p>Das Leben trägt schon manchmal interessante Blüten. Da erhalte ich von meinen netten Kollegen als Geburtstagsgeschenk einen Gutschein eines Musikfachgeschäfts und wusste vor diesem glücklichen Umstand gar nicht, ob ich von dort was brauche. Dankbar ob der Möglichkeit, dauerte es natürlich nicht lange und mir kamen einige Gerätschaften in den Sinn, die von großem Interesse sind. Auf einen neuen Fieldrecorder bin ich seit geraumer Zeit scharf sowie das Oszilloskop von Korg. Mit dieser Absicht, sowie griffbereitem Gutschein in der Hand, steuerte ich in den Laden. Eine Stunde später verließ ich glückselig den Shop, hatte dieser doch beides auf Lager. Die Beute: ein <strong>Tascam DR-40x</strong> sowie das <strong>Korg NTS-2 Oscilloscope</strong>.</p>



<p>Ein Fieldrecorder ist ziemlich selbsterklärend. Dazu braucht es aus meiner Sicht keine detaillierte Betrachtung. Die Aufnahmequali ist jedenfalls exzellent. Zum NTS-2 gibt es jedoch ein paar interessante Anmerkungen und ich hab&#8216; lange überlegt, wie ich so ein Gerät in einen Artikel fassen kann. Das Oszilloskop nur mit Text zu beschreiben würde nicht funktionieren. Daher entschied ich mich, mehr mit Videos zu arbeiten&#8230;</p>


<p><iframe title="Korg NTS-2 Intro" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/MEZxdJ6RWc8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>


<p class="has-cyan-bluish-gray-background-color has-background">Gleich vorab als Disclaimer: Ich bin kein Profi in Sachen Oszilloskop. Somit kann ich nur eine kleine Übersicht zum NTS-2 geben. Es gibt YouTuber, die ausführliche Reviews zu allen Funktionen erstellt haben. Wer mehr Details in die Tiefe will ist dort besser aufgehoben. Ich will das Gerät im Großen und Ganzen so betrachten, wie Korg es sich vermutlich vorgestellt hat. Als Entdecker-Tool für Neugierige. </p>



<p>Der NTS-2 gehört zu einer kleinen Serie von Korg-Geräten. Neben einem <strong>Synth</strong> (NTS-1) gehört ebenfalls noch ein <strong>Kaoss Pad</strong> (NTS-3) zum Dreiergespann und ich finde alle eine nähere Betrachtung wert. Gemeinsam haben die drei eine sehr kompakte Größe, eine gewisse Simplizität und dennoch recht viel Funktion. Damit man diese Geräte allerdings nutzen kann, müssen sie erst einmal zusammengebaut werden&#8230; </p>


<p><iframe title="Korg NTS-2 Aufbau" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/zluBunNybeI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>


<p>Der Aufbau ist denkbar einfach. Teile trennen, Anschlüsse verbinden, ein paar Schrauben festziehen und der kleine Kasten ist per USB-Anschluss oder Batterien (2x AAA) sofort einsatzbereit. Das erinnert mich ein bisschen an die Zeit in der DDR. Ich stamme ja gebürtig von dort und damals gab es sog. &#8222;AGs&#8220; (Arbeitsgemeinschaften), die sich mit allen möglichen Dingen befassten. So ein NTS-Klassensatz hätte sich hervorragend dafür geeignet. Nichtsdestotrotz bereitete mir der Power Switch ein paar Probleme. Der ist nicht ganz 100%ig genau eingelötet und klemmte in der rückseitigen Abdeckung. Das zaghafte Gefummel mit der Zange am Switch habe ich aus dem Video ausgeschnitten.</p>



<p>Funktionen bringt das Gerät folgende mit sich:<br>&#8211; <strong>4-Kanal Oszilloskop für CV und Audio</strong><br>&#8211; <strong>2 unabhängige Wellenformgeneratoren</strong><br>&#8211; <strong>Spektrum Analyzer mittels FFT</strong><br>&#8211; <strong>Stimmgerät</strong></p>



<p>Auf die ersten zwei Punkte versuche ich etwas einzugehen, da sie für mich persönlich den meisten Nutzen beherbergen. Mit der &#8222;Scope&#8220;-Funktion kann ich optisch dargestellt bekommen, was ich sonst nur akustisch wahrnehme. Sowas suche ich schon länger. Zugegebenermaßen befindet sich bereits ein analoges Oszilloskop seit geraumer Zeit in meinem Besitz. Einst als Geschenk erhalten, erwirkten ein Mangel an geeigneten Anschlusskabeln und die recht stattliche Größe jedoch nie die Absicht, damit herumzuexperimentieren. Das verhält sich mit dem NTS-2 jetzt ganz anders. Damit erscheint per Display auf einfachem Wege, was beispielsweise an Sounds aus einem Synthesizer ertönt. Gerade für Leute mit wenig Vorwissen wird hier auf mehreren Ebenen gut dargestellt, was z. Bsp. eine Rechteckwelle, Sinus- oder Sägezahnwelle ist. Wie stellt sich ein Pink Noise dar, eine LFO-Modulaion. Eine kleine Veranschaulichung gibt es in folgendem Video&#8230;</p>


<p><iframe title="Korg NTS-2 Test als Oszilloskop" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/yMCK3CaDz74?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>


<p>In dem Video wird, denke ich, offensichtlich, dass mich experimentelle Sounds mehr interessieren als Akkorde. </p>



<p>Neben der &#8222;Scope&#8220;-Funktion erhält man beim NTS-2 zusätzlich einen Spektrum-Analyzer (WAVE) der neben der Schwingung auch noch die Amplitude der Frequenzbereiche auf einer Skala anzeigt.</p>



<p>Spannend und vielseitig einsetzbar sind die zwei unabhängig voneinander agierenden Wellengeneratoren. Jene bieten neben der Funktion als Oszillator mit diversen Wellenformen, auch Optionen wie LFO oder Hüllkurven-Steuerung. Super einsetzbar als Modulationsquelle, wie im nächsten Video angerissen&#8230;</p>


<p><iframe title="Korg NTS-2 Test als Oszillator" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/biHYC01xa60?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>


<p>Selbstverständlich ist da viel mehr möglich, als ich hier in den kurzen Videos zeige. Jede/r soll bestärkt sein, auf die eigene Entdeckungsreise mit dem Korg NTS-2 zu gehen. Besonders spannend finde ich die Visualisierung von hypnotischen &#8222;<strong>Lissajous</strong>-Figuren&#8220; oder Oszilloskop-Musik. Für das ATTIX-Intro habe ich eine Software namens &#8222;<a href="https://osci-render.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">osci-render</a>&#8220; verwendet. Ich empfehle fortführend in der Thematik die Arbeit von &#8222;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=qnL40CbuodU" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Jerobeam Fenderson</a>&#8222;. Das ist schon sehr abgefahren was da so möglich ist.</p>


<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4936" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/A7M4086-Bearbeitet-Bearbeitet-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/A7M4086-Bearbeitet-Bearbeitet-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/A7M4086-Bearbeitet-Bearbeitet-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/A7M4086-Bearbeitet-Bearbeitet-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/A7M4086-Bearbeitet-Bearbeitet-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/A7M4086-Bearbeitet-Bearbeitet-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/A7M4086-Bearbeitet-Bearbeitet-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Cayin N3-Ultra</title>
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		<dc:creator><![CDATA[attix]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2024 07:23:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
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					<description><![CDATA[Sensorische Dissonanz Es gibt Dinge, die sterben einfach nicht aus. Schallplatten, Maßschneidereien, Vollformatkameras mit Wechselobjektiven,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Sensorische Dissonanz</h3>



<p>Es gibt Dinge, die sterben einfach nicht aus. Schallplatten, Maßschneidereien, Vollformatkameras mit Wechselobjektiven, Edel-Confiserien oder handgefertigte Musikinstrumente. Obwohl schon längst durch günstige, kompakte, digitale Lösungen für die breite Masse ersetzt, dienen sie doch weiterhin Kunden mit einem qualitätsbewussten Anspruchsverhalten abseits des gängigen Konsens. Man könnte es auch so formulieren: Etwas allgemeiner Komfortverzicht für ein gesteigertes Nutzererlebnis. Warum nicht den Hochzeitsanzug bequem von der Stange wählen, wenn der aufwändig maßgeschneiderte passt wie angegossen? Weshalb nicht zur sofort verfügbaren Gitarre aus dem Musikhandel greifen, wenn der gelernte Gitarrenbauer das Teil zwar langwierig fertigt, dafür jedoch perfekt nach den eigenen Bedürfnissen stimmen kann? Weil man so etwas Besonderes erhält, ein bestimmtes Gefühl vermittelt bekommt. Einzig pekuniäre Gründe verhindern oftmals den Schritt zum ganz großen Glück.</p>



<p>Beispiel Smartphones. Sie ersetzten in den letzten Jahren immer mehr Hardware. Egal ob Laptop, Fotoapparat, Mp3-Player, EC-Karte oder Bücher. Alles kompakt auf einem rechteckigen Gerät in Hosentaschengröße. Für 95% der User sind das Handling und die qualitativen Ergebnisse in diesen Bereichen damit vollkommen ausreichend. Platz- wie Kostenersparnis die ausschlaggebenden Kriterien. Die anderen 5% suchen mit spezialisierten Geräten den Qualitätssprung und die Handhabung zweckoptimierter Hardware. Am häufigsten wahrscheinlich für Bildaufzeichnungen. Mit einer gescheiten Kamera + lichtstarkem Objektiv bläst man jegliches Smartphone noch immer vom Tisch. Ich selbst bin vermutlich wieder so ein Extremfall. Auch wenn die allermeisten Leute gern am &#8222;Handy&#8220; herumwerkeln, nervt mich die Art der Bedienung mittels wischen über eine Glasscheibe. Das Smartphone stellt für meine Wenigkeit somit nur eine Notlösung jeglichen Einsatzzweckes dar. Fotografieren damit ausschließlich, wenn ich keine meiner Cams griffbereit habe, surfen im Netz oder Texte verfassen tue ich viel lieber mit PC-Maus + Tastatur und Musik genießen unterwegs nur über einen meiner DAPs. Ich weiß, nicht jeder der das auch will &#8211; kann. Ich wünschte, es wäre so.</p>



<p>DAP!? Was genau ist denn ein DAP? <strong>DAP</strong> steht für <strong>D</strong>igital <strong>A</strong>udio <strong>P</strong>layer. Also ein kompaktes, einzig dem Musikhören nach entworfenes Gerät. Sowas erscheint heute wie ein Relikt aus der Vergangenheit. Natürlich bekomme ich mit besagtem Smartphone die Musik ins Ohr aber eben nicht so gut. Für Audiophile, zu denen auch ich mich zähle, ist so ein mobiler High-End Musikplayer der heilige Gral auf Reisen. Speziell im Urlaub kann man damit in ruhigen Stunden, ohne klangliche Einbußen, genüsslich seiner Leidenschaft frönen. Technik, die in ihrer Komplexität nur eine bestimmte Aufgabe erfüllen soll, geht schlicht weniger Kompromisse ein. Die Hersteller können aus dem Vollen schöpfen. Das fängt beim Design an, führt sich im Bedienkomfort fort und schafft Freiräume im vielschichtigen Elaborieren der Klangqualität. Die ist es auch, welche im wesentlichen Fokus bei einer Kaufabsicht liegt. Mit dem gesteigerten Klangpotenzial soll sich die Anschaffung eines zusätzlichen, wie hochpreisigen Geräts nun mal rechtfertigen.</p>



<p>Persönlich nutze ich DAPs seit mittlerweile neun Jahren. Der erste Zugang war ein <strong>iBasso DX90</strong>, welchen ich, dank des austauschbaren Akkus, auch heute noch gern nutze. Der hat schon sooo viele Betriebsstunden hinter sich, war auf etlichen Reisen mit und ist immer noch zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk. Klanglich hat mir der DX90 immer gemundet. Vor zwei Jahren kam aus Neugierde noch ein <strong>HiBy R3 Pro Saber</strong> dazu. Bis zu dessen Erwerb, haben mich DAPs mit festverbautem Akku immer abgeschreckt. Leider gibt es heute schlicht keine Alternative mehr dazu. Das ist äußerst bedauerlich! Danach gesellten sich noch ein <strong>Sony NW-A105</strong>, sowie ein <strong>Fiio X1</strong> dazu. Abgesehen vom DX90 alles Geräte, die nicht gerade die Bank sprengen und eher für robuste Umgebungen gedacht waren, weniger als Utensil auf Reisen. Nun bekam ich Wind von einem neuen Player auf dem Markt, welcher schnell meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Statt des üblichen Solid State-Aufbaus besitzt jener zusätzlich Elektronenröhren. Der Name: <strong>N3-Ultra</strong> von der Firma <strong>Cayin</strong>.</p>



<p>Der Hersteller Cayin ist mir nicht unbekannt. Wenn ich dessen Name lese, denke ich sofort an Röhrengeräte. Damit verbunden ist meine damalige Erfahrung mit einem <strong>Spark Audio HA-1A</strong> Kopfhörerverstärker, über den ich im Jahr 2018 <a href="https://www.sandro-metzlaff.de/blog/kopfhoerer-endgame-1539/" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow"><strong>HIER</strong> </a>schrieb. Die Firma hat sich als chinesischer Hersteller hochwertiger Audioprodukte, mit besagter Röhrentechnik, einen guten Ruf in der audiophilen Szene erarbeitet und befindet sich in feiner Gesellschaft anderer sinologischer Hersteller. Auralic, Aune, iBasso and many more. Es kommt halt nicht nur Billigramsch aus Fernost.</p>



<p>Da nun kürzlich ein Urlaub in Potsdam anstand, war es die perfekte Gelegenheit um einen neuen DAP nutzen zu können. Ein glücklicher Kaufmoment in den Kleinanzeigen erwirkte einen soliden Rabatt auf ein Neugerät und somit landete ein Exemplar in meinen Händen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Variable Konstanz</h3>


<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-4927 size-full" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-awesomeness-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<p>So, nach dem ganzen einleitenden Vorgeplänkel kommen wir zum eigentlichen Protagonisten des Artikels. Zum <strong>N3-Ultra</strong>. Er ist der Nachfolger des recht erfolgreichen <strong>N3-Pro</strong> und bildet weiterhin den Einstieg in das Player-Segment der Röhren-DAPs von Cayin. Der röhrenverstärkte N3-Pro mit einem Preis um die 500$ war vor drei Jahren ein Novum. Die Preise für diese Art von DAPs liegen gern deutlich darüber. Für einen <strong>N7</strong> aus selben Hause werden 2.000€ fällig und den edlen <strong>N8ii</strong> bekommt man erst ab stolzen 3.500€. Die limitierte Sonderedition des <strong>N30LE</strong> im Bundle mit dem hauseigenen <strong>Amber-Pearl IEM</strong> lag bei saftigen 13.000€! Das liegt in der Natur der Sache. Röhrentechnik in einem Gerät zu verbauen, welches gerade mal unwesentlich größer als ein Smartphone dimensioniert ist, ist ein Stück weit aufwändig. Die Idee und Umsetzung finde ich absolut genial. (Selbstverständlich gibt es auch DAPs mit ausschließlich Solid State-Aufbau in schwindelerregenden Preisregionen.)</p>



<p>Nicht jede Elektronenröhre ist als Bauteil für einen kompakten Player geeignet. Viele Typen werden im Betrieb sehr warm um korrekt zu funktionieren oder sind schlicht zu groß. Sowas lässt sich in einem DAP schlecht verwenden. Cayin entschied sich daher für den Einbau von zwei <strong>NOS Raytheon JAN6418S</strong> Miniaturröhren. Also neue/unbenutzte Tubes aus alten Lagerbeständen (<strong>N</strong>ew <strong>O</strong>ld <strong>S</strong>tock) nach Qualitätsstandards des Militärs (<strong>J</strong>oint-<strong>A</strong>rmy-<strong>N</strong>avy Military Grade). Diese werden in einem aufwändigen Auswahlverfahren durchgemessen und anhand ihrer Messwerte gepaart (sog. tube matching), da sie pro Kanal Implementierung finden sollen. Dieser Röhrentyp besitzt nur eine geringe Größe und strahlt kaum Wärme ab. Trotz der passenden Eigenschaften der JAN6418 beherbergen diese dennoch zwei Schwachpunkte &#8211; 1. <strong>Mikrofonie</strong> bei Bewegungen der Röhre, sowie 2. eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Funksignalen. Mikrofonie bei Tubes macht sich als Klirr- oder Klingelgeräusche im Audiosignal bemerkbar, wenn die Elektronenröhre Erschütterungen ausgesetzt ist. Da das bei einem mobilen Player nun eine permanente Begleiterscheinung ist, wurden für den N3-Ultra extra <strong>Silikonmuffen</strong> entwickelt, in denen die Röhren ruhend, auftretende <strong>Vibrationen wegdämpfen</strong>. Das funktioniert so gut, dass ich während meines Testzeitraums im Urlaub keinen Mikrofonie-Effekt wahrgenommen habe. Einstrahlungen von Funksignalen begegnete die Firma mit einem resoluten Weg -> sie lässt schlicht und einfach alle funkende Bauteile weg. Der N3-Ultra besitzt somit <strong>weder Wi-fi noch Bluetooth</strong>. Die Röhren sind im Player festverbaut und nicht austauschbar. Ihnen wird eine Lebensdauer von mehreren 1.000h beschieden. Der Hersteller gibt hier gar ~ 10.000h an. Es kann, laut Aussage eines Cayin-Offiziellen auf dem Portal Head-fi.org, in seltenen Fällen vorkommen, dass mal eine Röhre ihren Weg in die Player findet, die trotz der peniblen Qualitätsprüfung, innerhalb weniger Wochen ausfällt. Diese wird auf Garantie von Cayin getauscht. Wir reden hier schließlich von Tubes die zwar unbenutzt, jedoch 40 Jahre und älter sind.</p>



<p>Der Cayin DAP bietet abgesehen von den Tubes natürlich auch einen Transistor-Signalpfad. Der DAC (<strong>D</strong>igital <strong>A</strong>nalog <strong>C</strong>onverter), welcher das digitale Signal in ein analoges für den Kopfhörer umwandelt, arbeitet mit einem <strong>AKM AK4493S</strong>-Chip. Ein technisch bis <strong>32bit und 22,4Mhz (DSD)</strong> extrem hochauflösender Audiochip mit großem Rauschabstand und verschwindend geringem Klirrfaktor. Wer den N3-Ultra kauft, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit aber für den Röhrensound entscheiden.</p>



<p>Neben einer ausgezeichneten Klangwiedergabe ist auch der Bedienkomfort bei DAPs ein wichtiges Kriterium. Als Betriebssystem findet ein modifiziertes <strong>Android 8.1</strong> Verwendung. Es ist optimal auf den Einsatzzweck angepasst worden. Alles lässt sich übersichtlich auffinden und der scharfe <strong>4.1&#8243; Touchscreen (1280&#215;720)</strong> reagiert sehr flüssig. Die Rechenarbeit dafür erledigt ein <strong>Qualcomm 425 Prozessor</strong>. Die aktuelle Firmware befindet sich in der Version 1.30. Seit dem Release des Players im März kam fast monatlich eine neue Versionsnummer raus, die immer kleine Verbesserungen mit sich brachte. Ich habe natürlich auch gleich ein Update durchgeführt. Den Prozess dazu findet man <strong><a href="https://cayin.com/downloads/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">HIER</a></strong>. Mir persönlich gefallen immer richtige Buttons zur Bedienung. Die seitlich angebrachten, mit denen man die Titelwiedergabe steuert, haben einen angenehmen Druckpunkt. Das Volume-Rad, um die Lautstärke zu regeln, fasst sich ebenfalls gut an.</p>



<p>Anschlussseitig finden sich neben einer <strong>USB-C</strong> Buchse, ein <strong>Card-Slot für MicroSD</strong> (bis 1TB), ein <strong>3,5mm Line-Out, </strong>ein <strong>3,5mm Headphone-Out, sowie eine symmetrische 4,4mm Line-/Headphone-Out</strong> Kombo-Buchse. Der symmetrische Ausgang haut max. <strong>600mW bei 32Ohm</strong> raus. Mittels USB-Anschluss kann der DAP auch als <strong>DAC am PC</strong> eingesetzt werden. Ebenso wird der N3-Ultra hierdurch geladen. Eingangs bereits von mir moniert, beinhaltet auch der Cayin-DAP einen <strong>festverbauten Akku</strong>, welcher hier eine Leistung von <strong>4.500mAh</strong> zur Verfügung stellt und damit Energie <strong>für ~ 10h</strong> liefert. Das ist nicht sonderlich viel, reicht aber in den meisten Fällen aus.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Timbre Eleganz</h3>


<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-4928 size-full" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Side-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<p>Nach der Inspektion seiner Komponenten, stellt sich doch endlich die Frage: Wie klingt der Player denn nun?</p>



<p>Cayin hat dem DAP drei unterschiedliche Timbres (Klangfarben) mitgegeben. Beurteilen tue ich diese mit einem <strong>InEar Stagediver SD-4</strong> am symmetrischen Ausgang des DAP. Dieser Out hat soviel Power, dass ich die niedrigste der drei Gainstufen wählen muss und mich nicht über 40% traue, da hier bereits meine Schmerzgrenze überschritten ist. Der Ausgang ist zudem von Kopfhörer- auf Line-Out umschaltbar und wird bei Umstellung mit einem Warnhinweis gesichert, um bei einem versehentliches Switchen nicht einem Gehörschaden zu erliegen. <br><br>Die Klangfarben:<br><strong>Solid State</strong><br><strong>Tube Classic</strong><br><strong>Tube Modern</strong><br><br>Im <strong>Solid State-Modus</strong> läuft der Signalpfad auf &#8222;üblichem&#8220; Wege einzig über Transistoren. Die Elektronenröhren bleiben hiermit kalt. Der Sound ist <strong>unglaublich sauber und sehr gut aufgelöst</strong>. Digitaltechnische Perfektion würde ich gar behaupten. Allein dieser Klang würde den Kauf rechtfertigen, ist aber nicht ganz das Besondere, was man sich mit dem N3-Ultra erhofft.</p>



<p>Die große Magie entsteht beim Wechsel auf den <strong>Tube Classic Mode</strong>. Es erscheint eine Nachricht auf dem Display, dass die Röhren kurz aufgewärmt werden müssen, die zwei seitlichen Fenster am Player beginnen zu leuchten und nach wenigen Sekunden erfolgt der Switch. Der Sound ändert sich recht flagrant zum Transistorklang und ist nicht bloß ein Gimmick. Der Fokus verschiebt sich mehr auf die mittleren Frequenzbereiche, diese werden förmlich herausgearbeitet und Stimmen erhalten eine natürliche Präsentation zurück, die im ganzen technisch-perfekten Zeitalter zu oft verloren geht. Transienten gewinnen nun zusätzlich harmonische Obertöne, die man auch leicht wahrnehmen kann. <strong>Alles bekommt Glanz, ein wundervolles Funkeln</strong>. Dem Röhrensound wird ja gern mehr Wärme nachgesagt. Beim N3-Ultra bedeutet es jedoch nicht, dass der Sound Hochtonenergie verliert. Im Gegenteil, verschiebt sich die Abstimmung in einen leicht helleren Klang, da der tiefe Bassbereich an Autorität verliert. Transienten büßen auch etwas Dynamik ein. Dieses Timbre ist dadurch nur bedingt für basslastige Musik geeignet. <strong>Stimmenlastige Musik oder Klassik</strong> allerdings, werden zu <strong>einem wahrer Genuss</strong>! Die Klangbühne ist im Tube Classic am weitesten vom Kopf entfernt. Alles ist <strong>perfekt separiert</strong> und Sounds schweben bei geeigneter Aufnahme 360° um den Hörenden herum. Der 3,5mm-Ausgang macht hier schon eine exzellente Figur, der 4,4mm-Out ist aber nochmal ein anderes Level bilde ich mir ein.</p>



<p>Die Klangcharakteristik des <strong>Tube Modern</strong> Timbre geriert sich zu einer Intersektion der zwei vorangestellten Modi. Der Glanz geht etwas zurück, der Bass bekommt wieder Druck auf den Kessel, die Klangbühne rutscht mehr ans Ohr. Perfekt für mein favorisiertes Musikgenre. Hiermit <strong>macht Elektronische Musik so richtig Laune</strong> und es darf sicherlich die Frage aufkommen, ob scheppernder Techno überhaupt so fantastisch klingen sollte. Ganz klares &#8222;Ja!&#8220; von mir. Diese Klangfarbe tönt aus meiner Sicht dem Solid State Timbre ein Stück näher als dem Tube Classic Mode. So, als ob dem Transistorklang mehr Leben eingehaucht wird. Der wirkt im Vergleich dann doch zu flach, zu perfekt.</p>



<p>Was die drei Timbres vereint, ist dieser <strong>riesige Detailreichtum</strong> über das gesamte Frequenzspektrum. Einhergehend damit, beeindruckt mich der Stagediver SD-4 immer wieder aufs Neue, was mit diesem für eine Detailwiedergabe möglich ist. Das Ding ist ein akustisches Mikroskop. Preislich liegen der Inear-Kopfhörer wie auch der DAP im ungefähr gleichen Bereich (699,- und 649,-) und bilden ein stimmiges akustisches Gespann. Nichtsdestotrotz reizen mich die Edelteile von <strong>Campfire Audio</strong> schon eine Weile und ein zukünftiger Zugang aus diesem Hause bleibt ein selbst gestecktes Ziel.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verdikt</h3>


<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4929 size-full" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/07/N3-Connect-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<p>Der Cayin N3-Ultra ist ein äußerst spannendes Gerät und es macht viel Freude mit den Klangfarben zu experimentieren. Mir ist es aber schon oft passiert, dass ich während des Testens einfach in die Musik vertieft abgedriftet bin, so sehr kann einen der Klang fesseln. Für weitere klangliche Feinabstimmungen bietet der DAP noch mehrere digitale Filter und eine beispielhafte Implementation eines PEQ (Parametrischer Equalizer), welcher mit speicherbaren Profilen aufwarten kann.</p>



<p>Und da sind wir auch wieder bei der ganz am Anfang gestellten Überlegung, warum man so ein scheinbar redundantes Gerät zusätzlich mit sich herumtragen mag. Weshalb sich die Extrakosten zumuten? Nun, weil ein guter DAP, mit viel Hingabe zum Detail und außergewöhnlicher Klangqualität, ein exklusives Hörerlebnis bietet. Die ganze Mühe, welche ich mir mit meinen Vinyl-Rips mache, das langwierige Abstimmen der ganzen Signalkette dazu, soll Sinn ergeben. Mir ist das wichtig. Mit einer hinreißenden Klangwiedergabe wird aus guter Musik -&gt; grandiose Musik&#8230;</p>
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		<title>Bosslevel :96</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jan 2024 01:12:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
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					<description><![CDATA[Das aktuelle Angebot an Hardware für DJs war noch nie so umfangreich wie heute. Eine&#8230;]]></description>
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<p>Das aktuelle Angebot an Hardware für DJs war noch nie so umfangreich wie heute. Eine fast unüberschaubare Fülle an Playern, Controllern, Kopfhörern, Bags oder Mixern. Zur Auswahl neuer Geräte kommen die älteren Modelle von vor 10-20 Jahren. Mit Glück kann man diese heutzutage günstig als Gebrauchtware kaufen. Wenn man so darüber nachdenkt, sind es schon irgendwie goldene Zeiten. Mal abgesehen von der Liquidität oder Lieferbarkeit.</p>



<p>Da mich persönlich diese jenem Nutzen nach entworfene Technik seit mittlerweile 20 Jahren fasziniert, stöbere ich zu gern nach neuer und alter. Dies geschieht aus Zeitgründen leider zumeist online. Hin und wieder klappt der Besuch eines Fachgeschäfts. Das genieße ich dann jedes Mal zutiefst. Bei einem dieser Aufenthalte <a href="https://www.sandro-metzlaff.de/blog/maennertag-bei-thomann-1962/" data-type="link" data-id="https://www.sandro-metzlaff.de/blog/maennertag-bei-thomann-1962/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vor vier Jahren in Burgebrach</a> machte ich persönliche Bekanntschaft mit dem <strong>Allen&amp;Heath Xone:96</strong> Club Mixer. Mir war zwar bereits die Existenz dessen bewusst, aber so direkt vor mir stehend hinterließ der DJ-Mixer dann schon mächtig Eindruck.</p>



<p>Wer meinem Blog bereits länger folgt, weiß um das <em>&#8222;Level-of-Nerdiness&#8220;</em> meinerseits bezüglich der DJ-Schaltzentralen mit den vielen Knöpfen und Reglern. Hin und wieder gönne ich mir mal so ein schönes Gerät. Vor einem Jahr war es ein <strong>Allen&amp;Heath Xone:43C</strong>. Jedoch, so richtig warm sind wir beide nicht geworden. Das Fehlen eines zweiten Filters, die steilen Faderkurven oder das schwarze Design &#8211; Liebe fühlt sich doch anders an. Da mich Mischer in dunkler Optik generell nicht so abholen, entschied ich gleich beim Kauf des 43ers, die Faceplate dessen zusätzlich mit weißer Folie bekleben zu lassen. So gefällt er mir zumindest besser. Der Xone 43C ist an und für sich ein solides Gerät. Das will ich gar nicht infrage stellen. Wie bereits erwähnt, werde ich allerdings nicht vollumfänglich glücklich damit. So kam das unvermeidliche Upgrade, indem ich den großen Bruder erwarb &#8211; einen <strong>Xone:96</strong>. </p>



<p>Interessierst du dich ebenfalls für diesen DJ-Mixer? Dann finden sich hier persönliche Gedanken von mir dazu. Eventuell helfen diese bei deiner Entscheidungsfindung. </p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4685" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Party-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1706" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Party-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Party-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Party-1024x682.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Party-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Party-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Party-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<h3 class="wp-block-heading">Love at first slide</h3>



<p>Offen gesagt, war der 96er nicht unbedingt mein erster Gedanke. Ein Gerät von <strong>Allen&amp;Heath</strong> habe ich ja bereits. <strong>Rotary-Mixer</strong> finde ich neuerdings spannend. Da gibt es mittlerweile eine schöne Auswahl. <strong>Ecler</strong> hat kürzlich den <strong>Warm 4</strong> vorgestellt und den finde ich schon anziehend. Rotarys sind i.d.R. rein analoge Mischer. Mir ist jedoch eine inkludierte Soundkarte wichtig. Somit fallen diese leider durchs Raster. Selbstverständlich kommt man an den Produkten von <strong>Pioneer</strong> in diesem Marktsegment nicht vorbei. Der <strong>DJM A9</strong> oder ein <strong>DJM 900 Nexus 2</strong> schwebten in die Sondierung. Letztlich ist der Preis einer solchen Anschaffung mitentscheidend und da selbst die Gebrauchtpreise jener höher sind als der Neupreis eines Xone:96, kippte mein Fokus final auf eben diesen. Warum ich vorrangig eher einen DJ-Mixer von Pioneer gekauft hätte? Ich mag den Klang tatsächlich mehr. Die Xone-Mischer klingen zwar fantastisch, für mich allerdings immer eine Spur zu fett untenrum. Empfand ich das bei meinem ersten Xone, einem 32er, vor 15 Jahren noch mitreißend, bevorzuge ich heuer eher einen vergleichsweise neutralen Klang. Fairerweise muss aber auch angemerkt werden, dass über die Jahre, die Mixer von Pioneer soundtechnisch immer näher an die Xone-Reihe gerutscht sind. Mir ist durchaus bewusst, dass ich hiermit einer Minderheit angehöre. Gilt der fette Sound der Allen&amp;Heath-Mischer doch als der <strong>Referenzklang</strong> für viele. Ist mir aber egal.</p>



<p>Ich erinnerte mich zudem an den damaligen Besuch bei Thomann, als meine Finger den 96er zum ersten Mal befummelten. Die Kanalfader waren das Highlight. Eine Eigenentwicklung von A&amp;H. So ein <strong>smoother und präziser Slide</strong>. Nicht zu leicht, noch zu schwergängig. Just perfect! Die hatten es mir sofort angetan. Dazu die hochwertigen Potis. Da macht dem Hersteller keiner was vor. </p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4676" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3763-Bearbeitet-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3763-Bearbeitet-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3763-Bearbeitet-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3763-Bearbeitet-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3763-Bearbeitet-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3763-Bearbeitet-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3763-Bearbeitet-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4677" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3767-Bearbeitet-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3767-Bearbeitet-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3767-Bearbeitet-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3767-Bearbeitet-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3767-Bearbeitet-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3767-Bearbeitet-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3767-Bearbeitet-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<p>Denke ich an die Klassiker <strong>Xone:62</strong> oder den 92er, kommt mir direkt die vierfach unterteilte EQ-Reglung in den Sinn. Dieser Linie treu geblieben ist der Hersteller ebenfalls beim Nachfolger. Die Abstimmung der jeweiligen Trennfrequenzen wurde nun jedoch dezent verändert. Im Vergleich zum direkten Vorgänger, gefällt mir das neue Tuning durchaus besser. Überhaupt will man von einem <strong>Vierband-EQ</strong> nicht wieder zu einem dreifachen zurück. Die kreativen Möglichkeit sind auffallend vielfältiger. Somit wieder <strong>ein starkes Argument pro 96er</strong>. Als Potikappen kommen augenscheinlich die zum Einsatz, die auch bei anderen Mixern der Xone-Reihe anzutreffen sind. </p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4678" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3768-Bearbeitet-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3768-Bearbeitet-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3768-Bearbeitet-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3768-Bearbeitet-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3768-Bearbeitet-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3768-Bearbeitet-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3768-Bearbeitet-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<p>Was mich schlussendlich vollends zum Kauf überredet hat, sind die zwei verbauten Soundkarten. Genau, es sind <strong>zwei vollwertige Soundinterfaces</strong> integriert. 32bit, 96kHz, sechs Stereokanäle &#8211; das ganze mal zwei. Entweder nutzt man Nummer eins oder Nummer zwei, kann aber auch beide gleichzeitig verwenden. Damit lassen sich zahllose Software-Kombinationen einbinden. Eingestellt wird dies über die Wahl des Quellensignals pro Kanal. Ebenfalls <strong>für B2B-Sets optimal</strong>. Jeder nutzt seinen eigenen Rechner. Finde ich mega! Beide Karten werden einfach per Plug&amp;Play in MacOS erkannt. </p>



<p>Die analog/digital-Kombination des Xone:96 klingt in Summe für meinen Geschmack sehr gut. Ein <strong>sauberer und, wie erwartet, druckvoller Klang</strong> ertönt aus den Lautsprechern. Ich kann damit ,entgegen der anfänglichen Skepsis, wunderbar leben.</p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4680" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3770-Bearbeitet-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3770-Bearbeitet-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3770-Bearbeitet-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3770-Bearbeitet-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3770-Bearbeitet-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3770-Bearbeitet-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3770-Bearbeitet-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<p>Die <strong>Filter</strong> der Xones sind legendäre Klassiker. Jene haben das Mixen über Filtereinheiten erst so richtig populär gemacht. Am 96er sind wieder zwei verbaut. Sie ähneln stark der der Vorgängermodelle mit einem Unterschied. Die Option zur LFO-Modulierung hat man endlich weggelassen und stattdessen eine Reglung für harmonische Verzerrung geschaffen &#8211; die &#8222;<strong>Crunch</strong>&#8222;-Funktion. So richtig habe ich bis jetzt noch keine Meinung dazu. Mal schauen ob ich davon in Zukunft häufiger gebrauch mache. Erwartungsgemäß klingen die Filter wirklich gut. Sie cutten überdies nicht so scharf wie die meines Mackie d.4 PRO. Ein riesiger Pluspunkt der neuen Xone-Filter ist die Tatsache, dass ich absolut <strong>kein Knacken beim Aktivieren</strong> wahrnehmen kann. Diesen Luxus gibt es weder bei den Vorgängermodellen, noch an meinem 43er oder dem Mackie. Einzig der hier weilende <strong>Ecler EVO4</strong> offeriert selbigen Komfort. Dessen Filter sind jedoch digital. Einen Minuspunkt hagelt es dennoch, weil ich aktivierte Filter leider nicht im Cue-Signal hören kann. </p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4679" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3769-Bearbeitet.jpg" alt="" width="1440" height="2160" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3769-Bearbeitet.jpg 1440w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3769-Bearbeitet-460x690.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3769-Bearbeitet-683x1024.jpg 683w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3769-Bearbeitet-768x1152.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3769-Bearbeitet-1024x1536.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3769-Bearbeitet-1365x2048.jpg 1365w" sizes="(max-width: 1440px) 100vw, 1440px" /></p>


<p>Über die angebotene <strong>Konnektivität</strong> habe ich mir im Vorfeld gar nicht so viele Gedanken gemacht. Erst wenn ich Änderungen in meinem Setup plane, schaue ich da meistens ganz genau hin. In der Regel bieten jedoch Vierkanal-Mixer das, was ich brauche. Daher bin ich diesbezüglich entspannt. Zu erwähnen sind sicher die <strong>zwei USB-Eingänge</strong>. Ich freue mich schon darauf, mit zwei Rechnern am 96er loszulegen. Dafür plane ich aktuell ein Setup. Ebenfalls sind die <strong>Send und Return-Wege</strong> hervorzuheben. Allen&amp;Heath geht, wenn es sich um Effektintegration handelt, einen anderen Kurs als z. Bsp. Pioneer. Eine dedizierte Effekteinheit, wie es die Clubmischer des Japanischen Herstellers bieten, fehlt. (Ausnahmen sind die DB-Modelle sowie der PX5) Das reduziert den Verkaufspreis. Falls man noch keine besitzt aber brauch, muss man sich als Kunde eine dazukaufen. Sowas sollte bei der Kalkulation in der Anschaffung mit einberechnet werden. Macht einen aber am Ende auch flexibler. Zudem wird diese Herangehensweise mit <strong>zwei sehr gut ausgestatteten Effektkanälen</strong> seitens A&amp;H unterstützt und nicht so stiefmütterliche umgesetzt wie bei anderen Herstellern. Man kennt diese Effektwege bereits vom Vorgänger des Xone:96. Überdies kann man diese zwei Kanäle auch ganz normal zum Mixen verwenden. Der <strong>parametrische EQ</strong> bringt Variation zum Vierband-EQ der Hauptkanäle.</p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4682" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3773-Bearbeitet-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3773-Bearbeitet-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3773-Bearbeitet-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3773-Bearbeitet-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3773-Bearbeitet-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3773-Bearbeitet-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3773-Bearbeitet-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4681" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3771-Bearbeitet.jpg" alt="" width="1440" height="2160" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3771-Bearbeitet.jpg 1440w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3771-Bearbeitet-460x690.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3771-Bearbeitet-683x1024.jpg 683w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3771-Bearbeitet-768x1152.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3771-Bearbeitet-1024x1536.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/A7M3771-Bearbeitet-1365x2048.jpg 1365w" sizes="(max-width: 1440px) 100vw, 1440px" /></p>


<p>Meine wichtigsten Punkte wären hiermit abgearbeitet. Ich verzichte bewusst darauf, alle Funktionen bis ins kleinste Detail zu sezieren. Hier geht es um die <strong>Überlegung einer Anschaffung</strong>, weniger der kompletten Funktionsweise des Mischers. Im Grunde ist der Xone:96 <strong>ein modernisierter 92er</strong> und bedient die gängigsten Clubansprüche von DJs. Ganz souverän, in erstklassiger Qualität sowie <strong>bemerkenswerter Verarbeitung</strong>. Wer die älteren Modelle von Allen&amp;Heath schätzt, wird auch an dem neuesten Sprössling Freude finden. Den <strong>zweiten Kopfhörerausgang</strong> könnte ich noch erwähnen. Der ist zwar etwas abgespeckter als Nummer eins, erledigt nichtsdestotrotz seinen Job. Den Neupreis empfinde ich persönlich ob des Gebotenem noch angemessen, auch wenn er heutzutage leider deutlich über dem liegt, von vor vier Jahren. (war zwischenzeitlich allerdings auch schon wesentlich höher) </p>



<p>Was noch ganz entscheidend für mich war &#8211; das <strong>schöne Design</strong> des Xone:96. Das Auge mischt schließlich mit. Endlich wieder ein DJ-Mixer in der Farbe <strong>Silber</strong>. Das kann ich gar nicht genug betonen! Mir ist bis heute unklar, warum sich die Farbgebung von Mixern über die Jahre generell so extrem ins Schwarze verdunkelt hat. Schwarze Potis auf schwarzen Mischern im dunklen Club!? Ganz große Klasse. Traurigerweise sind die aktuellen Geräte in Silber bereits eine Ausnahme. Diesen Einheitsbrei und Mangel an Farbe, empfand ich immer schon als scheiße. Sorry Pioneer, an der Stelle habt ihr dringend Nachholbedarf&#8230; </p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4684" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Night-Vision-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1707" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Night-Vision-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Night-Vision-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Night-Vision-1024x683.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Night-Vision-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Night-Vision-1536x1024.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2024/01/Xone-96-Night-Vision-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Bilder im Ohr</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2023 23:04:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kopfhörer]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Kopfhörerreview also. Weiß ich überhaupt noch wie das geht? Das letzte liegt schon etwas&#8230;]]></description>
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<p><em>Ein Kopfhörerreview also. Weiß ich überhaupt noch wie das geht? Das letzte liegt schon etwas zurück. Was gehört nochmal dazu? Hm&#8230; Klang, Tragekomfort usw. &#8211; ach klar, bekomme ich hin&#8230;</em> </p>



<p>Die Ausgangslage sah so aus, dass ich mich ursprünglich für einen neuen <strong>Hifiman</strong>-Kopfhörer interessiert habe. Bestellte darauf hin einen <strong>Sundara</strong>, den ich schon ewige Zeiten antesten wollte. Der gefiel mir jedoch persönlich überhaupt nicht. Mal abgesehen von dem exzellenten Auflösungsvermögen, war mir das Sounding viel zu höhenlastig. Als ich mir daraufhin Reviews diverser amerikanischer YouTuber ansah und diese alle erzählten, wie neutral der Hifiman Sundara doch klingt, platzte mir irgendwann der Kragen und ich verfiel in einen geekigen Diskurs mit dem User <strong>DMS</strong> unter seinem Review. Er bestand darauf, dass der Sundara extrem nah am sog. <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.audioclub.de/index.php/clubleben/angehoert/94-zielkurven" target="_blank">Harman Target</a> ist und ich dagegen hielt, dass ich das überhaupt nicht bestätigen kann. Er präsentierte Messdaten dazu, ich präsentierte Messdaten dazu. Meine erbrachten Graphen sind natürlich schrott &#8211; ja ne, is klar. Was ich jedoch aus der Diskussion mitnehmen konnte, war, dass es wohl unterschiedlich klingende Versionen des Sundaras gibt. Denn nur so sind die abweichenden Klangeindrücke + Messdaten erklärbar. </p>



<p>Natürlich hatte der von mir georderte Sundara mal wieder eine Ungleichheit in der Lautstärke von Links und Rechts. Dieser Hifiman ist der vierte Kopfhörer, den ich in den letzten 10-11 Jahren von dieser Firma erstanden habe und drei der vier hatten genanntes Problem. Dabei fiel mir noch ein, dass ich vor einiger Zeit einen <strong>HE-X4</strong> gekauft hatte, ebenfalls mit diesem Makel und ihn seither im Regal aufbewahrte. Den wollte ich irgendwann mal zur Reparatur einschicken. Wozu, dachte ich mir nun, kann ich vielleicht sogar selber fixen? Also ausgepackt, aufgeschraubt, repariert, wieder zusammengebaut und aufgesetzt. Endlich funktioniert das Teil vernünftig. Somit habe ich nun einen soliden Magnetostaten und vorerst keinen Bedarf mehr an dieser Stelle. </p>



<p>Jedoch packte mich nun mal wieder das Kopfhörerfieber. Allzu viel Geld wollte ich allerdings nicht in die Hand nehmen. Die Zeiten der teuren Headies sind für mich vorbei, wie ich bereits vor einer Weile schon mal schrieb. Es sollte jedenfalls ein geschlossener Vertreter sein. Ein neuer <strong>Beyerdynamic</strong>  vielleicht? Der infrage kommende <strong>DT 1770</strong> überzeugte mich damals beim Testen jedoch nicht. Einen von <strong>Austrian Audio</strong> oder <strong>Pioneer</strong>? Hm, was gibt es denn eigentlich so in der Zwischenzeit Neues von <strong>Ultrasone</strong>? Der <strong>Signature Studio</strong> sieht sehr interessant aus und ist im Preis mittlerweile attraktiv gefallen. Der sollte es werden. Wie der sich im Vergleich zum <strong>Beyerdynamic DT 700 PRO X</strong> wohl schlägt? Jenen habe ich hier zur Hand und preislich liegen die beiden Kopfhörer nun gar nicht mehr so weit auseinander.</p>



<p>Als Resultat der vorangegangenen Überlegungen löste ich eine Bestellung beim <strong>Music Store</strong> aus und bereits am nächsten Tag nahm ich den <strong>Ultrasone Signature Studio</strong> in Empfang. Er kommt gut verpackt und geschützt in einem Hardcase, mit Transportbeutel, sowie zwei unterschiedlichen Kabeln. Einem kurzen, geraden und einem Spiralkabel. Daran lässt sich logischerweise ablesen, dass das Kabel abnehmbar ist. Sowas ist immer einen extra Pluspunkt wert. </p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4199" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildervergleich-Ultrasone-und-Beyer-heller-2-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1264" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildervergleich-Ultrasone-und-Beyer-heller-2-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildervergleich-Ultrasone-und-Beyer-heller-2-460x227.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildervergleich-Ultrasone-und-Beyer-heller-2-1024x506.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildervergleich-Ultrasone-und-Beyer-heller-2-768x379.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildervergleich-Ultrasone-und-Beyer-heller-2-1536x759.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Bildervergleich-Ultrasone-und-Beyer-heller-2-2048x1011.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<h2 class="wp-block-heading">Optik / Tragekomfort</h2>



<p>Optisch gefällt mir das Design sehr gut. Ich mag die Plaketten auf der Außenseite der Ohrmuscheln, sowie die dunkle schwarz-graue Farbgebung. Der Kopfbügel scheint jener zu sein, der auch bereits beim <strong>Pro 900i</strong> Verwendung findet. Er ist, für mein Empfinden, recht komfortabel. Die gesamte Konstruktion gibt einen angenehm haptischen Eindruck wieder. Die Polster sind aus einem Protein-Leder. Also keine gegerbte, tote Tierhaut am Kopf. Sehr schön. Im direkten Vergleich mit dem DT 700 PRO X, gewinnt der Beyer jedoch in allen Komfortbereichen. Die Ohrpolster aus Velours des 700er sind viel größer und bequemer, weicher. Das betrifft ebenso die Polsterung des Kopfbügels. Dieses ist beim Signature Studio zwar deutlich voluminöser aber dafür recht hart. Das könnte für Träger einer Glatze durchaus problematisch werden. Zudem ist dieses Polster beim Beyer austauschbar. Den DT 700 setze ich auf und vergesse ihn, das passiert mir mit dem Signature Studio nicht so leicht. Ich kann diesen jedoch viele Hörstunden tragen, ohne irgendwelche Schmerzen. Bin allerdings recht erprobt in der Nutzung von Kopfhörern und kann daher ein bissel was ab. Zudem habe ich nach ein paar Tagen der Inanspruchnahme des Signature festgestellt, dass die Ohrpolster bequemer geworden sind. Die haben sich an mein Haupt angepasst.</p>



<p>Robust konstruiert sind beide Hörer. Die wirken, als könnten sie eine ganze Menge aushalten. Der Beyer scheint gefühlt einen Tick schwerer zu sein. Dafür ist das Gehäuse des Signature Studio komplett aus Kunststoff, wohingegen die Größenverstellung beim 700er aus Metall gefertigt ist. Die Anpassung an die Kopfgröße des DT 700 gefällt mir auch besser, da sie sich nie ungewollt verstellt. Das passiert beim Ultrasone-Kopfhörer schon mal. Was jedoch kein wirklich großes Manko darstellt. Dafür ist der Signature Studio schwenk, sowie einklappbar und lässt sich ein gutes Stück platzsparender transportieren. Ich nehme auf Reisen, neben meinem <strong>Inear</strong> <strong>Stagediver SD-4</strong>, gern einen full-size Kopfhörer mit. Da saß mir der Bruder des 700ers, der <strong>DT 900 PRO X</strong>, immer etwas sperrig im Koffer. </p>



<p>Die Verkabelung finde ich bei beiden Vertretern gut. Wirkt beim Hörer von Beyerdynamic dennoch ein Stück hochwertiger. Neben dem 3,5mm Klinkenanschluss für die Quelle endet das Kabel vom 700er in einen Mini-XLR und das vom Ultrasone wiederum in einen Klinkenstecker. Diese werden jeweils in die linke Hörmuschel gesteckt und verriegelt. Ich habe öfters gelesen, dass der Anschluss beim Beyer gern mal einen Wackelkontakt erzeugen kann, konnte dies bei meinen beiden DT PRO X-Modellen jedoch nicht beobachten.</p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4201" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-outside-1-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1264" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-outside-1-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-outside-1-460x227.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-outside-1-1024x506.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-outside-1-768x379.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-outside-1-1536x759.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-outside-1-2048x1011.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4191" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-inside-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1264" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-inside-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-inside-460x227.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-inside-1024x506.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-inside-768x379.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-inside-1536x759.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Cup-inside-2048x1011.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4192" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Jack-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1264" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Jack-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Jack-460x227.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Jack-1024x506.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Jack-768x379.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Jack-1536x759.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Jack-2048x1011.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4193" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Headband-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1264" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Headband-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Headband-460x227.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Headband-1024x506.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Headband-768x379.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Headband-1536x759.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Headband-2048x1011.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<h2 class="wp-block-heading">Sound</h2>



<p>Das klingt erstmal nach einem leichten Punktsieg für den Beyerdynamic DT 700 PRO X. Etwas günstiger ist er dann ebenfalls noch. Jedoch kommen jetzt die Vergleiche im Sound und da holt der Ultrasone Signature Studio richtig auf und zieht davon.</p>



<p>Heute scheint es typisch zu sein, die Klangeinschätzung in drei Blöcke zu fassen &#8211; <strong>Höhen</strong>, <strong>Mitten</strong> und <strong>Bass</strong>. Fangen wir also im Keller an. Bass können beide Hörer deutlich und das richtig tief. Quantitativ ist vielleicht der Beyer einen Hauch vorn. Aber nur in einer homöopathischen Dosis. Dafür ist der Tiefgang des Signature Studio knackiger, straffer, mit mehr Textur. Für meinen Geschmack ist das absolut perfekt austariert. </p>



<p>Der Bereich der Mitten ist die ganz große Stärke des Ultrasone-Hörers. Da sieht der Beyer einfach kein Land. Trotz des satten Bassanteils, klingen Stimmen absolut natürlich. Das bewerte ich gern mit eigenen HQ-Audioaufnahmen von Menschen, mit denen ich regelmäßig zu tun habe und ihre Stimmen somit bestens kenne. Das klingt schon verdammt nah an der Realität für einen geschlossenen Kopfhörer. Der Beyer klingt im Vergleich zurückgesetzter. Beim 700er hatte ich auch immer das Gefühl, als ob irgendwie was fehlt. Jenes ist auch mein größter Kritikpunkt an ihm. Da kommt für mich selten Freude auf. </p>



<p>Die Höhenwiedergabe beim Kopfhörer von Ultrasone ist so eine Sache. Diese ist zwar extrem gut auflösend, hat aber auch recht viel Energie. Wenn ich hier von Auflösung schreibe, meine ich nicht die Lautstärkebetonung, sondern tatsächlich die Textur in den Sounds. Denn die Detailwiedergabe ist äußerst beeindruckend. Die prominent schleifende Hi-Hat bei &#8222;<strong>Róisín Murphy &#8211; Simulation</strong>&#8220; zu Anfang, klingt geradezu wunderbar seidig. So glanzvoll habe ich das noch nicht gehört. Jedoch kann die Hochtondosis, bei hell abgemischten Liedern, zu Zischen in S- und T-Lauten führen. Gerade bei höheren Lautstärken. Durch die hohe Qualität der Hochtonwiedergabe jedoch, ist das Zischen eher ertragbar. Der Beyer hat hier nicht so sehr die Spendierhosen an, ist aber auch nicht wirklich sparsam damit. An die Wiedergabe der feinsten Details, wie es der Ultrasone schafft, kommt er nicht ran. Beim 700er klingen Hi-Hats oder Cymbals betont klar, gleichwohl nicht so sauber, wie beim Signature Studio. Durch den gut gefütterten Bassbereich als Gegenpart, verfällt man jedoch nicht dem Fehler, zu laut aufzudrehen. Gepaart mit der exzellenten Detailwiedergabe über alle Frequenzbereiche, hält sich das Nerven von Sibilanten beim Signature Studio noch einigermaßen im Rahmen. Das behaupte ich als jemand, dem das Zischen schnell zu viel werden kann.</p>



<p>Die unten angeführten Frequenzgraphen von der Seite <strong>kopfhoerer.de</strong> scheinen meine Aussagen teils zu konterkarieren, meinem Ohr vertraue ich dennoch mehr als Messungen Dritter. </p>


<p><figure id="attachment_4147" aria-describedby="caption-attachment-4147" style="width: 1541px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4147 size-full" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Signature-Graph.jpg" alt="" width="1541" height="726" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Signature-Graph.jpg 1541w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Signature-Graph-460x217.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Signature-Graph-1024x482.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Signature-Graph-768x362.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/Signature-Graph-1536x724.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1541px) 100vw, 1541px" /><figcaption id="caption-attachment-4147" class="wp-caption-text">Ultrasone Signature Studio &#8211; Frequency Response Graph. ©kopfhoerer.de</figcaption></figure><br>
<figure id="attachment_4148" aria-describedby="caption-attachment-4148" style="width: 1539px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4148" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/DT-700-Graph.jpg" alt="" width="1539" height="721" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/DT-700-Graph.jpg 1539w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/DT-700-Graph-460x216.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/DT-700-Graph-1024x480.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/DT-700-Graph-768x360.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/DT-700-Graph-1536x720.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1539px) 100vw, 1539px" /><figcaption id="caption-attachment-4148" class="wp-caption-text">Beyerdynamic DT 700 PRO X &#8211; Frequency Response Graph. ©kopfhoerer.de</figcaption></figure></p>


<p>Was die räumliche Abbildung anbetrifft, sind beide Kopfhörer auf einem hohen Niveau. Beim Signature Studio wirkt diese jedoch plastischer. Er schafft es, Liedbestandteile nach vorn in unterschiedlichen Ebenen zu vermitteln. Da hilft der hohe Detailgrad in den Sounds plus dem hauseigenen <strong>S-Logic </strong>mit. Bei dieser Technik werden die Treiber in den Hörmuscheln teils verdeckt und sollen so ein authentischeres Raumgefühl vermitteln. Die von Ultrasone selbst beworbene Aussage, dass es wie Lautsprecherklang wirke, kann ich jetzt so nicht unterschreiben. Jedoch ist das Darstellen von verschieden Sounds im Raum schon sehr ordentlich. Er klingt wie ein recht offener geschlossener Kopfhörer (Falls der Satz irgendwie Sinn ergibt?) Hier gewinnt der Ultrasone-Headie jedenfalls. Dies schafft der Beyer so nicht.</p>



<p>Insgesamt schätze ich den Kopfhörer von Ultrasone klangtechnisch ein gutes Stück über den bereits ordentlichen DT 700 PRO X ein. Das muss ich leider zugeben, auch wenn ich ein überzeugter Fan der Heilbronner bin. Fairerweise sollte ich zudem erwähnen, dass der Signature Studio ursprünglich mal doppelt soviel gekostet hat. Das gleicht es irgendwie aus für mich. Hier käme wohl eher der höherpreisige <strong>Beyerdynamic DT 1770 PRO</strong> infrage. Da weiß ich aber aus der Erinnerung, dass er an den Ultrasone nicht herankommt. Erst recht nicht der weiche Bassbereich des Beyers. Allerdings soll dies hier auch kein Verriss des 700ers sein. Er ist und bleibt ein solider Kopfhörer!</p>



<p>Zusammengefasst, würde ich den Klang des Signature Studio als bass- und höhenbetont, extrem detailreich durch den gesamten Frequenzbereich und räumlich sehr gut abbildend beschreiben. Er lädt zu einer Entdeckungsreise ein, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe und erzeugt dabei Bilder im Ohr. Wenn man Musik mit dem Ultrasone hört, saugt es einen förmlich in den Sound. Er verlangt und bekommt seine Aufmerksamkeit. Das kann allerdings auch fordernd sein. Also gemütlich zurücklehnen und irgendwie passiv Musik laufen lassen fällt mir persönlich schwer damit. Ja, der <strong>Beyerdynamic DT 1990 PRO</strong> kann die Details ebenso und erzeugt eine luftigere Bühne, aber der Ultrasone hat noch die richtige Portion Bass dazu. Der klingt dadurch runder und vermittelt mir sehr viel Freude beim Musik hören. Ich empfinde das als äußerst faszinierend. Darauf kommts doch am Ende an. Das hätte ich so in der Form nicht von einem Ultrasone erwartet. Ich besitze noch einen <strong>DJ1</strong> und besaß vor Jahren einen <strong>PRO 650</strong>. Der Signature Studio ist jedoch eine ganz andere Hausnummer. Daran merkt man, dass die Leute bei Ultrasone auch ihre Hausaufgaben machen und deren Produkte in eine schöne Richtung weiterentwickeln. </p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4205" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/S-Logic-scaled.jpg" alt="" width="2560" height="1264" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/S-Logic-scaled.jpg 2560w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/S-Logic-460x227.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/S-Logic-1024x506.jpg 1024w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/S-Logic-768x379.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/S-Logic-1536x759.jpg 1536w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2023/01/S-Logic-2048x1011.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>


<h2 class="wp-block-heading">Anmerkungen</h2>



<p>Nun sind der Beyer und der Kopfhörer von Ultrasone laut eigener Aussage für den Einsatz im (Musik)Studio konzipiert worden. Ich stelle mir da halt immer die Frage: &#8222;Wofür im Studio?&#8220; Fürs Monitoring von Gesang und Instrumenten? Zum Einsatz beim Abmischen? Für Ersteres geht das vollkommen in Ordnung. Da tut es aber auch ein viel günstigerer <strong>Beyerdynamic DT 770 PRO</strong>. Der ist mehr als ausreichend für diesen Zweck. Zumal, wenn man dabei bedenkt, dass man i.d.R. mehrere Kopfhörer dazu brauch. Da explodieren die Kosten schnell. Die Feindetails, die ein Signature Studio erkennbar macht, erkennt doch sonst kein Schwein später beim Anhören. Es sei denn, er verfügt auch über so eine Lupe, achtet penibel auf unerwünschte Sounds und erkennt diese auch als solche. Das sollte also vernachlässigbar sein. Abmischen oder Mastern über Kopfhörer ist eh ein Sakrileg. Davon wird ein Profi im Allgemeinen Abstand nehmen und sich auf Lautsprecher verlassen. Aus meiner Sicht ist das also nur Marketing-Sprech. Der Signature Studio wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu 99% von audiophilen Musikliebhabern betrieben werden. Wie wärs also mal mit einer anderen Marketingstrategie dahingehend? Lasst das Studio, Referenz, oder Master einfach aus dem Namen. Mit dem neuen Ultrasone Pulse scheint es doch schon in die richtige Richtung zu gehen. Der reizt mich auch, ist aber noch zu teuer. </p>



<p>Da der Signature Studio mittlerweile nicht mehr auf der Webseite von Ultrasone gelistet ist und der Preis sich in den Online-Shops bekannter Händler halbiert hat, ist es offensichtlich, dass dieser demnächst aus dem Markt verschwinden wird. Wer sich also selber ein Bild machen will, sollte sich beeilen, oder eins der Nachfolgemodelle anhören. Die kosten jedoch deutlich mehr, klingen dafür recht ähnlich. Eventuell gar noch besser. Ich bleibe neugierig&#8230;</p>
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		<title>Kopfhörer Endgame</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jul 2018 19:24:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Urknall Kopfhörer sind schon so eine Sache. Der eine liebt sie, ein anderer hasst&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1540" src="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg" alt="" width="1620" height="1080" srcset="https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg 1620w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet-460x307.jpg 460w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet-768x512.jpg 768w, https://www.sandro-metzlaff.de/wp-content/uploads/2018/07/A633716-Bearbeitet-Bearbeitet-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1620px) 100vw, 1620px" /></a></h3>
<h3><em>Der Urknall</em></h3>
<p>Kopfhörer sind schon so eine Sache. Der eine liebt sie, ein anderer hasst sie aber für die meisten sind die kleinen Kopflautsprecher doch nur ein gewöhnlicher Gebrauchsgegenstand, der irgendwo in einer Tasche vergraben die meiste Zeit herumexistiert. Ich gehöre ganz klar zur ersten Kategorie. Denn nur Kopfhörer schaffen diese unglaublich intime Atmosphäre und das unabhängig davon, wo man sich gerade befindet. Die Raumeigenschaften spielen, insbesondere bei gut isolierenden Kopfhörern, nahezu keine Rolle. Der erste Kopfhörer, der mir irgendwie im Gedächtnis geblieben ist, war Mitte der 90er ein Vivanco. An das genaue Model kann ich mich nicht erinnern. Aber das Teil hatte einen Sound, wie ich ihn vorher so noch nicht gehört hatte. Ich kannte bis dahin nur die mitgelieferten Kopfhörer von Walkmans/Discmans. Diese kleinen schwarzen Teile mit dem silbernen Bügel und den Schaumstoff-Polstern. Die gibt&#8217;s auch heute noch in Flugzeugen zu kaufen. Der Vivanco hatte einen satten Sound mit Lautstärkerregulierung am Kabel und, damals noch viel wichtiger, einen Schalter für &#8222;Super Bass&#8220;. Denn die Eurodance Sachen, die ich damals hörte, waren recht dünn abgemischt. Der Kopfhörer erlag dann recht schnell einem Kabelbruch und das Thema hatte sich erstmal erledigt. 2002 erstand ich im Media Markt einen Sony MDR V300. Der beeindruckte mich damals ungemein und ich glaubte, viel mehr geht da nicht. Erst nachdem ich einige unterschiedlich DJ-Kopfhörer durchprobiert hatte erkannte ich da einiges an Potenzial. Mein erstes wirkliches Highlight war 2010 ein AKG K701. Von da an waren Kopfhörer für mich mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand &#8211; sie wurden zu einer Leidenschaft.</p>
<p>Was hatte ich nicht alles schon auf dem Kopf. Unterschiedliche Modelle jeweils von: AKG, Audeze, Beyerdynamic, Fostex, Hifiman, Klipsch, KRK, Oppo, Pioneer, Sennheiser, Sony, Stagediver, Stax, Shure, Technics und Ultrasone + die, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Von diesen gefühlt 100 unterschiedlichen Modellen sind mir einige wenige ans Herz gewachsen. Das sind ganz klar die Elektrostaten der Firma Stax (SR-207 bis SR-507, SR-007), die Magnetostaten von Hifiman (HE-4, HE-6, HE-500), AKG (K181 DJ, Q701), Audezes Magnetostaten (LCD-2, LCD-3), Fostex (TH-900), Sennheiser HD-25 sowie der Stagediver SD-2. Mein absoluter Liebling aber ist der Sennheiser HD800. Den hörte ich mal im Hifiladen in Berlin und es war Liebe auf den ersten Ton.</p>
<h3><em>It&#8217;s coming home</em></h3>
<p>Der HD800 ließ mich seit dem nie los. Irgendwann nun hatte ich mal Glück ihn günstig und in super Kondition in den ebay-Kleinanzeigen zu schießen. Als ich den Hörer endlich mal wieder aufsetzen konnte, entstand auch gleich dieses tolle Gefühl, den richtigen gefunden zu haben. Allerdings fehlte mir etwas am Sound das in Berlin nicht fehlte und mich fast dazu brachte den Sennheiser wieder zu verkaufen. Was ich in den nächsten Wochen erst herausfinden musste, war, dass der HD800 sehr wählerisch in der Auswahl eines geeigneten Kopfhörerverstärkers ist. Ja, richtig, mit einem Kopfhörer allein ist es nicht getan. Schon gar nicht bei einem so feinen Gerät wie dem HD800. Das Thema war mir allerdings schon bekannt, da die Hifimänner damals um 2011 nicht anders waren und spezielle Kopfhörerverstärker mit richtig Bumms am Ausgang brauchten. 2 Watt in 50 Ohm war die Mindestanforderung! Nun höre ich mit dem Sennheiser ausschließlich Konserven vom PC. Also benötigt man noch einen hochauflösenden Digital zu Analog Wandler. Kurz DAC. Ich hatte bereits Erfahrungen mit den Teilen von Audioquest &#8211; Dragonfly, Meridian Explorer &#8211; 1 und 2, Musical Fidelity &#8211; irgendwas, ifi nano IDSD und Rega. Mal abgesehen von dem Rega-DAC konnte keiner der eben genannten Wandler den Sennheiser zum glänzen bringen und den Rega-DAC besitze ich schon eine Weile nicht mehr. Man merkte einfach, dass das nicht alles sein kann, was der HD800 zu leisten vermag. Erst die Kopfhörerverstärker/DAC-Kombi in Form des aune T1SE MKIII zeigte eine zufriedenstellende Lösung. Das Teil sieht auch noch hübsch auf dem Schreibtisch aus und ist ein Röhrenhybrid. Also ein Teil des integrierten Verstärkers wird über eine Elektronenröhre realisiert. Das läd zum experimentieren ein. Denn Röhren unterscheiden sich etwas im Klang je nach Hersteller. Natürlich habe ich getestet. Eine Empfehlung war eine 6N23P-EV. Die passt für mich perfekt und löst deutlich besser auf als die im Lieferumfang des T1SE mitgeführte Electro Harmonix.</p>
<h3><em>Glühende Verstärkung</em></h3>
<p>Die Wandlung stimmte nur der Sound war noch nicht rund. Ein für mich zu helles Klangbild und zu wenig Bühne. Gerade die Bühne war doch die Paradedisziplin des HD800. Obwohl ich anfänglich gar keine Lust darauf hatte, wieder mit Kopfhörerverstärkern zu experimentieren, machte es am Ende doch wieder einfach nur Spaß. Ich hatte ja bereits Bekanntschaft mit den Verstärkern von Lake People / Violectric gemacht und so fiel meine Wahl auch gleich auf diese. Erstmal den kleinen geordert, den Lake People G103 S und ja, es wurde ein Stück besser. Die Tonalität schob sich etwas in meine gewünschte Richtung und der Detailreichtum wuchs. (btw bekommt der G103 meine vollste Empfehlung für den Preis) Nun war die Überlegung den großen G109 P oder doch die Premiummarke Violectric in Form der HPA V100 und V200? Der Violectric HPA V200 gilt ja als die top Empfehlung für den HD800. Irgendwie wurde ich aber das Gefühl nicht los, dass ein Transistorverstärker nicht das ist, was ich suche. Da fiel mir der Cayin HA-1A ein, den ich mit einem Freund damals in Berlin hören konnte. Ein wunderschöner Röhrenkopfhörerverstärker mit unglaublichen Leistungsreserven. Und ja, genau der sollte es werden. Die Kombination aus dem Röhrenhybrid aune T1SE MKIII + Cayin HA-1A + Sennheiser HD800 erfüllt alle meine Vorstellungen. Perfekte Tonalität gepaart mit einer realen Bühnendarstellung und sehr hohem Detailreichtum ohne den Fokus zu sehr auf die ganzen Mikrodetails zu lenken. Was für mich der Vorteil eines Röhrenamps im Vergleich zu Transistorenamps ist, ist ganz klar die authentischere Wiedergabe. Ein Transistoren Verstärker erklingt irgendwie zu technisch für meinen Geschmack. Wie soll ich das ausdrücken? Er klingt sauberer und punchiger als ein Röhrenamp. Viele mögen das. (Eine CD gibt auch ein technisch besseres Signal wieder als eine Schallplatte. Trotzdem macht die Schallplatte einfach mehr richtig für meinen Geschmack als digitale Konserven.) Ich finde auch, dass gerade in Bezug auf handgemachte Musik, diese nicht technisch klingen soll. Also nicht nach dem Motto, wir als Hersteller zeigen was möglich ist. Ich versuch es mal so: bis ein Lied den Weg auf den eigenen Rechner/Handy/DAP gefunden hat, durchläuft es viele technische Stationen. Angefangen vom Mikrofon in das gesungen wird, über das Mischpult, Effekte, Kompressoren, Bandsättigung, Samplingratenkonvertierung und und und. Da wird dann mit viel technischem Aufwand versucht, gerade Stimmen, in eine bestimmte Richtung zu drücken. Eben, mit viel technischem Aufwand. Bei einem richtig guten Transistoramp wird mir dieser technische Einsatz viel deutlicher bewusst. Der HD800 zeigt dir das einfach. Ein Röhrenamp ist in der Darstellung der Transienten weicher, er klingt wärmer, nimmt der Stimme das kühle technische etwas ab &#8211; kommt näher zurück an den Ursprung. Hinzu kommt, dass so ein Röhrenamp &#8222;lebt&#8220;. Der muss ja erstmal etwas auf Temperatur kommen, um möglichst gut zu klingen. Wenn kein Sound spielt und ich die Kopfhörer schon auf habe, weil ich einfach nicht warten will, höre ich regelrecht wie der HA-1A sich bereit macht. Da gibt es vereinzelt leise Töne, die nach einem Glöckchen klingen. Das hat wohl mit der Mikrofonierung der Röhren und der Ausdehnung durch Wärme zu tun. Das hat irgendwie was. Ich vergleiche gerne mit High-Res Aufnahmen, die ich mit einem Zoom H1 gemacht habe, von Stimmen, die ich nahezu täglich höre. Dadurch kann ich Equipment sehr gut einschätzen. Egal ob Kopfhörer oder Lautsprecher. Nichts klang bis zum HD800 + HA-1A so nah an der Wirklichkeit! Das gehörte wirkt teils so real, dass meine Fußsohlen anfangen im Takt der Bassdrum zu krabbeln. Man kennt das von Konzerten oder dem Clubbesuch wenn der Boden resoniert. So sehr wird mein Körper verarscht. Ich finde das beeindruckend und auch witzig.</p>
<h3><em>Wo Sonne scheint, da fällt auch Schatten</em></h3>
<p>Klar gibt es auch an dieser traumhaften Kombination negative Kritikpunkte für mich.</p>
<ul>
<li>der pekuniäre Aufwand ist nicht ohne, aber das haben Hobbies so an sich</li>
<li>das Kabel des HD800 ist störrig und nervig</li>
<li>auch wenn der HA-1A hier viel geholfen hat neigt der Kopfhörer bei spitzen Aufnahmen etwas zum zischeln bei Sibilanten</li>
<li>der HA-1A ist ein Class-A Verstärker &#8211; ergo er brauch viel Strom und wird richtig warm / fast heiß</li>
<li>der Kopfhörerverstärker hat ein klar erkennbares Grundrauschen</li>
<li>Elektronenröhren haben eine deutlich begrenzte Lebenszeit</li>
</ul>
<p>Das sind alles Dinge mit denen ich klar kommen muss und auch will. Der Genuss entschädigt und lässt diese Punkte nahezu verschwinden. Noch ein paar Worte an die Leute, die glauben, dass es keine klanglichen Unterschiede bei Elektronenröhren oder Verstärkern gibt. Ich sag nur &#8222;a wire with gain&#8220;, sucht euch ein anderes Hobby. Ich verstehe diese Einstellung nicht. Wie langweilig wäre die audiophile Welt, wenn alles nach Objective2 klingen würde. Natürlich feintunen die Hersteller ihre Produkte um vom Sound her ein gewisses Publikum anzusprechen. Die einzigen zwei Verstärker, die ich beim besten Willen damals am Hifiman HE-500 nicht auseinander halten konnte waren der Violectric HPA V100 und der größere V200. Sonst höre ich persönlich immer Unterschiede bei DAC, Elektronenröhren oder Kopfhörerverstärkern. Die sind natürlich klein im Vergleich zu zwei unterschiedlichen Kopfhörern. Manchmal habe ich auch einen schlechten Tag und&nbsp; höre weniger heraus. Entweder sind die Ohren etwas taub, die Konzentration weg oder zu viel &#8222;Lärm&#8220;-Smog. Am besten klingen offene Kopfhörer immer noch nachts. Mal drauf achten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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