In den heiligen Hallen

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Elektronikfachgeschäfte besitzen i.d.R. einen unschlagbaren Vorteil gegenüber Online-Shopping – man kann vor Ort direkt elektronische „Spielzeuge“ haptisch erkunden. Im günstigsten Fall erhält man eine riesige und erlesene Auswahl an Geräten und wenn man nicht den Fehler macht und sich in einen Saturn oder Media-Markt verirrt, erhält man zudem auch noch eine kompetente Fachberatung. All das bietet im Audio-Sektor das Musikhaus „Thomann“ in Treppendorf, das wir zu dritt an einem Samstag heimsuchten.

Mit am Start waren „Robbie Dee“, Doktor Sommer und, ganz klar, meine Wenigkeit. Um 8.30Uhr in der Früh ging es per „Mondeo“ los. Leider war uns Petrus unterwegs wenig gesonnen und so erwartete uns doch recht ungemütlicher Schneefall in und um Suhl. Die Sommerreifen offerierten dann auch gleich ihre Grip-Defizite im Schnee. Und so kam es, dass wir in Suhl in einem McDonalds zum Frühstücken einkehrten und uns darüber berieten, ob es überhaupt weitergehen soll. Wir entschieden uns selbstverständlich für die Weiterfahrt. Da müsste schon mehr kommen! 🙂

 

Ankunft

 

Wir wurden in Thomanndorf.. äh… Treppendorf dann auch nicht enttäuscht. Der Fokus von Doc und mir lag in erster Linie auf Studiokopfhörer, die wir als erstes ansteuerten und durchhörten. Ich hatte meine extra für diesen Zweck erstellte AudioCD im Auto vergessen und musste diese also nochmal fix heranholen, da die Soundbeispiele auf dem Kopfhörer-Terminal leider sehr überschaubar waren und ich zudem, mir bekannte Stücke zum vergleichen brauchte. Die Kopfhörerauswahl an der Testwand erreichte die Anzahl von ca. 40 verschiedenen Modellen der Preisklassen von wenigen bis 1000€. Die Highend-Modelle befanden sich hinter einer Glasvitrine. Ich verzichtete darauf mich selbst zu kasteien. 😉

Testsieger war einstimmig das diffusfeldentzerrte 250Ohm Modell des „Beyerdynamic DT 770 Pro“!

 

 

Zur Schaltzentrale Bitte!

 

Da Robbie an den Synths von „Nord“, sowie an Drumcomputer wie der „Maschine“ von „Native Instruments“ Interesse zeigte, begaben wir uns anschließend in die Synthesizer Abteilung.

Dort eintreffend waren Raum und Zeit verflogen. Bin ich tot? So muss das Paradies aussehen! Alles da, was das Musikerherz begehrt und noch mehr! Moog, Clavia, MFB, Access, DSI, Novation, Doepfer, Vermona,… Mir wurde sofort klar, dass wir uns beeilen sollten, wenn wir an jedes Gerät von Interesse Hand anlegen wollten. Robbie und ich sahen uns ziemlich zuerst den „Machinedrum“ von Elektron an. Die Bedienung sagte uns weniger zu, ebenso wie das schlecht lesbare Display – bei einem Gerät für mehr als 1000€ erwarte ich da einfach Usability. Nebenan stand eine „JoMoX 999“, bei der ich anscheinend ebenfalls zu blöd war, intuitiv einen einfachen Rhythmus einzustellen. -.-  Somit auch abgehakt für mich.

Doc S schraubte derweil an einem „DSI Keyboard Mopho“, den Robbie anschließend auch mal antestete.

 

 

Dann erblickte ich die Schaltzentrale! Umrahmt von allerlei Klangerzeugern darin platznehmend, klopften Robbie und ich uns durch diverse Maschinen, während Matthias sich mittlerweile rechterhand am Moog-Pult einfand und fette Sounds vom „Voyager“ herüberwabern lies.

 

 

 

 

 

Am besten gefiel mir persönlich hier der VA-Synth „Ultranova“ von „Novation“.

 

Traumhaft, aber leider zu wenig Zeit im Gepäck. Gegen 15.00Uhr machten wir uns dann schließlich wieder auf, die Heimreise anzutreten. Vorher allerdings holten wir noch im 5 Minuten entfernten, gigantischen Versandlager von Thomann den frisch gekauften „Akai LPD8 MIDI-controller“ und die „Roland Quad-Capture“ Soundkarte ab, die sich Robbie und Doc zugelegt hatten.

 

Dort an der Warenausgabe stand dieser Blechkumpel:

 

 

Wenn ich mich richtig erinnere, müssten wir so gegen 18.00Uhr wieder zurück gewesen sein. Nach einer letzten Zigarette verabschiedeten wir uns.

Als Fazit bleibt mir, dass nicht alles was teuer ist auch gefällt, und dass es noch vieles zu entdecken gibt im Musikhaus in Treppendorf. Alle Anwesenden waren und sind sich einig, dass sich eine zweite Reise lohnt!

Ich bedanke mich bei den Mitreisenden hier nochmal für die sehr lustige Autofahrt und, dass es so schnell geklappt hat mit dem Trip. Yeahh! 🙂

2 Kommentare

  1. Bei den analogen Geräten wird es einem ja ganz warm um’s Herz. Sehr ausführlich berichtet, klasse.

  2. Vielen Dank. 🙂

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